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04.11.2015

15:11 Uhr

Verbund

Österreichs größter Versorger ist optimistisch

Verbund trotzt der Flaute am Energiemarkt und legt einen Gewinnsprung hin. Das sorgt für Erleichterung bei den Aktionären. Der österreichische Versorger gibt sich weiter optimistisch.

Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber: Der Wiener Versorger produziert über 90 Prozent des Stromes in seinen Wasserkraftwerken. Reuters

Wolfgang Anzengruber

Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber: Der Wiener Versorger produziert über 90 Prozent des Stromes in seinen Wasserkraftwerken.

WienÖsterreichs größter Stromkonzern Verbund versprüht nach einem Gewinnsprung in den ersten neun Monaten Optimismus: Für 2015 rechnet das Unternehmen nun mit einem operativen Gewinn (Ebitda) von rund 900 Millionen Euro statt bisher mit rund 850 Millionen Euro, wie Verbund am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich werde das Ergebnis unverändert mit rund 240 Millionen Euro erwartet. Die Anleger reagierten euphorisch: Die Aktie setzte sich mit einem Plus von knapp zehn Prozent an die Spitze des Wiener Leitindex ATX.

Für Erleichterung dürfte bei den Aktionären auch gesorgt haben, dass der teilstaatliche Konzern zuletzt der Flaute am Energiemarkt trotzen konnte. Gewinneinbußen durch gesunkene Strom-Großhandelspreise glich Verbund durch Kosteneinsparungen und die Restrukturierung des thermischen Bereichs aus. In das Ergebnis flossen zum einen positive Sondereffekte, wie die Auflösung von Rückstellungen, ein. Andererseits kam es aber auch zu negativen Effekten durch die Wertminderung des Gas-Kombikraftwerks Mellach.

Das Ebitda stieg in den ersten drei Quartalen um 15 Prozent auf 727,7 Millionen Euro. Unter dem Strich kletterte der Gewinn sogar noch deutlicher auf 228,7 (Vorjahr: 63,8) Millionen Euro. Bereinigt um die Einmaleffekte stieg das Konzernergebnis um 40,7 Prozent auf 245,2 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr plant der Konzern Kosteneinsparungen von 65 Millionen Euro, fünf Millionen Euro mehr als bisher erwartet.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Der Wiener Versorger produziert über 90 Prozent des Stromes in seinen Wasserkraftwerken und ist daher von der Wasserführung der Flüsse abhängig. In den ersten drei Quartalen lag diese laut Verbund jedoch um sechs Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, da die Hitzewelle in den Sommermonaten den Wasserstand der Flüsse sinken ließ. Der Konzern besitzt 127 Wasserkraftwerke an großen Flüssen wie etwa der Donau in Österreich und Süd-Bayern. Je höher der Wasserstand ist, desto besser ist die Auslastung der Wasserkraftwerke.

Von

rtr

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