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09.03.2016

09:55 Uhr

Verbund

Österreichs Stromriese mit mehr Gewinn

Der Wasserstand der österreichischen Flüsse war 2015 niedriger. Trotzdem schreibt der Wasserstrom-Produzent Verbund ein größeres Plus. Doch die Aussichten sind mau.

Verbund verdient mehr trotz niedriger Wasserstände. picture alliance / EXPA / pictur

Wasserkraftwerk Gratkorn

Verbund verdient mehr trotz niedriger Wasserstände.

WienÖsterreichs größter Stromkonzern Verbund hat im Vorjahr trotz gesunkener Strom-Großhandelspreise und einer geringeren Wasserführung mehr verdient. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 64,7 Prozent auf 207,7 Millionen Euro, teilte Verbund am Mittwoch mit. Beeinflusst wurde das Ergebnis von Einmaleffekten wie etwa einer Wertminderung beim Gaskraftwerk Mellach. Bereinigt um diese Effekte legte der Gewinn um 24,5 Prozent auf 268,9 Millionen Euro zu.

Der operative Gewinn (Ebitda) kletterte um 9,9 Prozent auf 888,7 Millionen Euro und traf damit die Erwartungen der Analysten. Beim Nettogewinn erfüllte der Wiener Konzern allerdings nicht die Prognosen.

Der Wiener Versorger produziert mehr als 90 Prozent des Stromes in seinen Wasserkraftwerken und ist stark von der Wasserführung der Flüsse abhängig. Je höher der Wasserstand ist, desto besser ist die Auslastung der Wasserkraftwerke – diese habe 2015 um neun Prozentpunkte unter dem Vorjahr gelegen.

Im laufenden Geschäftsjahr sieht sich Verbund mit dramatisch gesunkenen Strompreisen konfrontiert. Dies werde das Ebitda 2016 auf rund 750 Millionen Euro schmälern. Das Konzernergebnis werde bei rund 230 Millionen Euro erwartet. Um sich für die mauen Aussichten zu rüsten, plant der Konzern weitere Schritte zur Stärkung des Free Cash Flows. Details wurden aber nicht genannt.

An die Aktionäre will das teilstaatliche Unternehmen für 2015 eine um einen Cent höhere Dividende von 0,30 Euro je Aktie ausschütten.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Von

rtr

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