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28.11.2012

07:51 Uhr

Verkauf von Stahlwerken

Thyssen-Krupp drohen Milliardenverluste

In Brasilien und in den USA gibt es zwei Stahlwerke, die Thyssen-Krupp viel gekostet haben. Beide Werke möchte der Konzern verkaufen. Doch der Kaufpreis könnte viel zu niedrig sein.

Im schlechtesten Fall stünden Erlösen von einer Milliarde Euro aufgelaufene Kosten von zwölf Milliarden Euro gegenüber. dapd

Im schlechtesten Fall stünden Erlösen von einer Milliarde Euro aufgelaufene Kosten von zwölf Milliarden Euro gegenüber.

München Dem Industriekonzern Thyssen-Krupp droht einem Bericht zufolge ein Milliardenverlust in seinen Stahlwerken in Brasilien und den USA. Laut internen Berechnungen der Essener Konzernzentrale könnte das Unternehmen im schlimmsten Fall rund elf Milliarden Euro verlieren, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Die beiden Werke haben Thyssen-Krupp unter anderem wegen teuren Baumängeln bereits zwölf Milliarden Euro gekostet und sollen nun verkauft werden.

In der Konzernzentrale werden laut dem Bericht Szenarien für Erlöse in Höhe von ein, zwei, drei und vier Milliarden Euro durchgespielt. Im schlechtesten Fall stünden Erlösen von einer Milliarde Euro aufgelaufene Kosten von zwölf Milliarden Euro gegenüber .Dies wäre ein Minus von elf Milliarden Euro. Bei Thyssen-Krupp wird dieser Fall als "unwahrscheinlich bis ausgeschlossen" bezeichnet. Durchgerechnet wird diese Version indes trotzdem.

Bei Thyssen-Krupp werde derzeit intensiv nach den Schuldigen für das Desaster in Übersee gesucht, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Demnach wurden dem Aufsichtsrat vergangene Woche mehrere Berichte mit teils schweren Vorwürfen gegen den alten Vorstand um den früheren Konzernchef Ekkehard Schulz vorgelegt. In einem 32-seitigen Report heißt es demnach, viele Antworten des damaligen Vorstands auf Fragen des Aufsichtsrats zu den beiden Werken hätten sich im Nachhinein als "zu optimistisch, unvollständig und teilweise als falsch herausgestellt".


Von

afp

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