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14.05.2013

10:12 Uhr

Verlust verdoppelt

Aleo Solar warnt vor der Insolvenz

Der Solarmodulhersteller Aleo Solar gleitet immer weiter in die Krise. Im ersten Quartal hat Aleo seinen Verlust mehr als verdoppelt. Wegen des Ausstiegs der Hauptaktionärs Bosch drohe nun die Insolvenz.

Solarelemente der Aleo Solar AG. Es wird enger für den Solarmodulhersteller. dpa

Solarelemente der Aleo Solar AG. Es wird enger für den Solarmodulhersteller.

Oldenburg/PrenzlauDie Krise beim Solarmodulhersteller Aleo Solar wird immer existenzgefährdender. Unterm Strich standen im ersten Quartal 17,7 Millionen Euro Verlust, wie aus dem am Dienstag vorgelegten Zwischenbericht hervorgeht. Das Minus hat sich damit im Vergleich zum Jahresstart 2012 mehr als verdoppelt.

Wie das in Oldenburg und Prenzlau ansässige Unternehmen in dem Quartalsbericht bekräftigt, droht mit dem vor kurzem angekündigten Ausstieg des Hauptaktionärs Bosch vom Frühling nächsten Jahres an die Insolvenz.

Die größten Solarmodulhersteller der Welt

Platz 9: Hanwha Solar One und REC (Norwegen und Korea)

Das Research-Team des Handelsblatts hat aus Daten von Bloomberg, des Marktforschers IHS und Unternehmensangaben die aktuell zehn größten Solarmodul-Hersteller der Welt ermittelt. Die Liste dürfte vor allem für die Deutschen ernüchternd sein.

Den zehnten Platz teilen sich das koreanische Unternehmen Hanwha Solar und das norwegische Unternehmen REC. Beide verkauften 2012 jeweils Solarmodule mit einem Erzeugungspotenzial von 750 Megawatt.

Platz 8: Sun Power (USA)

Das 1985 im US-amerikanischen Silicon Valley gegründete Unternehmen Sun Power machte im vergangenen Jahr rund 1,9 Milliarden Euro Umsatz und verkaufte Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 850 Megawatt.

Platz 7: Jinko Solar (China)

Auf dem siebten Platz befindet sich das chinesische Unternehmen Jinko Solar. Es setzte 2012 mit Auslieferungen von Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität in Höhe von 900 Megawatt insgesamt 591 Millionen Euro um.

Platz 6: Sharp (Japan)

Zu den großen Gewinnern beim Ranking 2012 gehört Sharp. Das Unternehmen lieferte im vergangen Jahr Solarmodule mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1050 Megawatt aus. 2011 waren es noch 725 MW, was Sharp damals den 16. Platz in der Weltrangliste brachte.

Platz 5: Suntech (China)

Der chinesische Konzern Suntech stürzte mit verkauften Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität von geschätzt 1390 Megawatt vom ersten Platz im Jahr 2011 auf den fünften Platz ab. Im April musste das Unternehmen seine Zahlungsunfähigkeit mitteilen und ist nun offenbar auf der Suche nach einem strategischen Investor.

Platz 4: Canadian Solar (Kanada)

Das Unternehmen Canadian Solar wurde erst im Jahr 2001 im kanadischen Ontario gegründet. Nun befindet es sich bereits auf dem vierten Platz der Weltrangliste. Im Jahr 2012 verkaufte es Solarmodulen mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1550 Megawatt.

Platz 3: Trina Solar (China)

Das chinesische Unternehmen Trina Solar schaffte einen großen Sprung vom fünften Platz 2011 auf den dritten Platz 2012. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 1600 Megawatt aus.

Platz 2: First Solar (USA)

Der US-Konzern First Solar belegt unverändert den zweiten Platz in der Weltrangliste der größten Solarmodulhersteller. 2012 lieferte es Produkte mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1800 Megawatt aus.

Platz 1: Yingli Solar (China)

Absolute Weltspitze ist das chinesische Unternehmen Yingli Solar. Der Konzern arbeitete sich von Platz 4 in 2011 hoch mit Auslieferungen von Solarmodulen von 2300 Megawatt im vergangenen Jahr.

Der schwäbische Konzern hat nur bis Ende März 2014 zugesagt, Geld zuzuschießen. „Ohne einen neuen Investor ist die Aleo Solar AG mit Ablauf der Finanzierungszusage entsprechend der Darstellung im Geschäftsbericht 2012 bestandsgefährdet“, steht im Quartalsbericht.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

14.05.2013, 10:56 Uhr

Als nächstes seilen sich die Führungskräfte Richtung Bosch ab.

Für den Rest der Mannschaft wird es traurig.

Was für ein toller, sozialer Laden der Bosch-Konzern ist - ganz den Werten des Robert Bosch verbunden - kann man hier en detail über die nächste Zeit genauestens studieren.

HofmannM

14.05.2013, 11:12 Uhr

Bis nächstes Jahr (2014) soll das Insolvenzverschleppungsverfahren noch andauern?!

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