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26.08.2013

20:08 Uhr

Werk Arnstadt

Merkel will Bosch-Solar-Beschäftigten helfen

Nach heftigen Verlusten hatte der Bosch-Konzern seinen Ausstieg aus dem Solargeschäft beschlossen. Die Belegschaft möchte das noch nicht wahr haben – und bekommt nun unverhofft Hilfe von der Bundeskanzlerin.

Schild zum Bosch-Solar-Werk in Arnstadt: Die Politik will viele der 1800 Arbeitsplätze erhalten. dpa

Schild zum Bosch-Solar-Werk in Arnstadt: Die Politik will viele der 1800 Arbeitsplätze erhalten.

Ilmenau/ArnstadtBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Beschäftigten des von der Schließung bedrohten Arnstädter Bosch-Solar-Werks ihre Unterstützung zugesagt. „Wir wollen, was politisch machbar ist, tun“, sagte Merkel am Montag beim offiziellen Wahlkampfauftakt der Thüringer CDU in Ilmenau. Merkel traf sich nach ihrer Rede kurz mit Vertretern des Betriebsrats des Arnstädter Werks.

Auch Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) sagte den Beschäftigten Hilfe im Kampf um ihre Arbeitsplätze zu. „Wir lassen die Beschäftigten nicht im Regen stehen“, sagte sie. Es müssten Investoren gefunden werden, um so viele der 1800 Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.

Es gebe Interessenten für das Thüringer Werk, das erst 2011 vollständig eröffnet worden war, sagte Lieberknecht der Nachrichtenagentur dpa. „Wir drängen auf die zügige Prüfung ihrer Angebote.“

Bosch im Überblick (Kennzahlen 2012/13)

Gesamtumsatz 2012/13

46 Milliarden Euro

Umsatz nach Bereichen

Kraftfahrzeugtechnik: 30,6 Milliarden Euro
Industrietechnik: 6,8 Milliarden Euro
Gebrauchsgüter: 4,1 Milliarden Euro
Energie- und Gebäudetechnik: 4,6 Milliarden Euro

Umsätze nach Regionen

Europa: 25,5 Milliarden Euro (Deutschland: 10,6 Milliarden Euro)
Nordamerika: 7,8 Milliarden Euro
Südamerika: 1,7 Milliarden Euro
Asien-Pazifik (einschließlich aller übrigen Regionen): 11,1 Milliarden Euro

Forschungsausgaben

etwa 4,5 Milliarden Euro

Mitarbeiter (31.12.2013)

281.381

Bundeskanzlerin Merkel werde sich persönlich an Bosch-Chef Volkmar Denner wenden und die Sorgen der Beschäftigten vortragen, sagte die Thüringer Regierungschefin und CDU-Landesvorsitzende. Mit den Betriebsräten des Arnstädter Werks und dem Konzernbetriebsrat Alfred Löchle habe es nach der Wahlkampfkundgebung, zu der nach CDU-Angaben etwa 4000 Menschen kamen, ein konstruktives, offenes Gespräch gegen. „Weitere Gespräche sind vereinbart“, sagte Lieberknecht. Sie habe bei einem Telefonat am Montag mit der Bosch-Geschäftsführung deutlich gemacht, dass nun zügig an der Investorenauswahl gearbeitet werden sollte.

Merkel mit Bosch-Konzernbetriebsrat Alfred Löckle in Ilmenau: „Wir wollen, was politisch machbar ist, tun“. dpa

Merkel mit Bosch-Konzernbetriebsrat Alfred Löckle in Ilmenau: „Wir wollen, was politisch machbar ist, tun“.

Der Stuttgarter Bosch-Konzern hatte als Reaktion auf den drastischen Preisverfall für Solarzellen und -module auf dem Weltmarkt und hohe Verluste im März seinen Ausstieg aus dem Solargeschäft bis 2014 beschlossen. Dagegen kämpfen Belegschaft und IG Metall. Geprüft werden müsse eine Weiterführung der Produktion, der Verkauf an einen soliden Investor, der die Sozialstandards erhalte, oder die Nutzung des Standortes für andere Bosch-Produkte, sagte der Betriebsratsvorsitzende der Bosch Solar Energy AG, Andy Poplawski.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

26.08.2013, 22:44 Uhr

Merkel will Bosch-Solar-Beschäftigten helfen : Ach nee !

Die klaut schon wieder bei der SPD ! Schöder und Philip Holzmann lassen grüßen !

Und das ...... ist 1999 auch in die Hose gegangen. Aber der dumme Wähler und Steuerzahler bezahlt das ja !

Account gelöscht!

26.08.2013, 22:53 Uhr

Zitat : Bundeskanzlerin Merkel werde sich persönlich an Bosch-Chef Volkmar Denner wenden und die Sorgen der Beschäftigten vortragen, sagte die Thüringer Regierungschefin und CDU-Landesvorsitzende.

- Ja glaub denn diese Vetternwirtschafts-Landesmutti, dass der Bosch-Chef diese Sorgen nicht kennt...?

Der Bosch-Chef kann die Marktwirtschaftlichen Grundgesetze auch nicht über Bord werfen ! Sonst fährt er seinen Laden gegen die Wand.

Bescheuerten Sozialistenschmarotzer !

Account gelöscht!

26.08.2013, 23:23 Uhr

„Wir wollen, was politisch machbar ist, tun“
Na, dann lasst uns zuerst mal eine neue Regierung wählen!

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