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04.03.2013

17:06 Uhr

Windenergie

Weniger Offshore-Windausbau spart Milliarden

Statt auf Offshore-Windparks zu setzen, könnten Windanlagen im Landesinneren viel Geld sparen. Grund sind die hohen Investitionskosten, die ein Bau auf hoher See verursachen.

Der Bau von Offshore-Windparks ist kostenintensiver als Windanlagen im Landesinneren. dpa

Der Bau von Offshore-Windparks ist kostenintensiver als Windanlagen im Landesinneren.

AachenBeim Ausbau der Windenergie lassen sich mit mehr Anlagen im Landesinneren und weniger Windparks auf hoher See laut einer Studie Milliarden sparen. Grund seien die sehr hohen Investitionskosten für Offshore-Windparks, heißt es in der am Montag veröffentlichten Studie des Aachener Beratungsunternehmens Consentec mit Unterstützung des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Systemtechnik. Das Einsparungspotenzial liege zwischen 1,9 und 2,5 Milliarden Euro jährlich. Auftraggeber ist die gemeinsame Initiative der Mercator-Stiftung und der European Climate Foundation „Agora Energiewende“ unter der Leitung des ehemaligen Grünen-Umwelt-Staatssekretärs Rainer Baake.

Zwar wehe der Wind auf offener See stärker; um Offshore-Parks zu ersetzen, müssten deshalb etwas mehr Onshore-Anlagen gebaut werden. Dennoch ergebe sich aber immer noch eine deutliche Einsparung mit mehr Anlagen im Landesinneren. Die Studie geht von den bisherigen Planungen der Bundesnetzagentur für 2023 aus (58 Terrawatt Offshore, 123 Terrawatt Onshore), verschiebt aber die Schwerpunkte zugunsten des Onshorewindes. Deren Anteil würde nach den Szenarien auf 160 Terrawatt steigen, Offshore würden nur noch 20 bis 30 Terrawatt erzeugt.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Michael

04.03.2013, 17:14 Uhr

Toll. Und was ist mit den Bürgern, die die Windräder nicht in ihrer Landschaft haben wollen? Das Problem war doch bisher immer da, ist es nun auf einmal weg?

SteuerKlasseEins

04.03.2013, 17:27 Uhr

Man könnte auch sagen "weniger Energiewende", "weniger Umweltschutz", "weniger Klimaschutz" spart alles Milliarden. Ohne all dies ginge es den Bürgern weitaus besser, man hätte deutlich mehr Wohlstand, anstatt diesen für einen kaum messbaren Nutzen (gesündere Wälder, stabileres Weltklima) zum Fenster hinauszuwerfen.

vandale

04.03.2013, 17:27 Uhr

Windmühlen erzeugen hochsubventioniert wertlosen, umweltschädlichen Zufallsstrom.

Damit erhöht jede zusätzliche Windmühle die Kosten der Gesellschaft und verursacht Probleme bei der Netzstabilität. Meereswindmühlen erhalten höhere Subventionssätze als Landwindmühlen. Die Stromerzeugung der Meereswindmühlen ist dafür etwas gleichmässiger und die Probleme im Netz geringer.

Insgesamt ist es jedoch eine richtige Entscheidung zugunsten der Landwindmühlen den Ausbau der Meereswindmühlen zurückzustellen.

Es gibt nach wie vor grosse Flächen in Süddeutschland die nicht mit Windmühlen bedeckt sind. Oekogläubige in Süddeutschland werden ihre Freude an den Windmühlen haben. Meereswindmühlen können nur den Fischen vom ökologischen Glauben der Deutschen künden.

Vandale

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