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04.06.2013

14:53 Uhr

Windkraft

Nordex erwartet bis zu 20 Prozent mehr Umsatz

Der Windkraftanlagenbauer Nordex geht von einem Umsatzwachstum von bis zu 20 Prozent aus. Nordex mache dabei einen Bogen um Märkte wie China – diese seien „blutig umkämpften“.

Montage einer Offshore-Windkraftanlage. Nordex konnte in China keine kritische Masse erreichen. dpa

Montage einer Offshore-Windkraftanlage. Nordex konnte in China keine kritische Masse erreichen.

Rostock/HamburgDer Vorstandschef des Windkraftanlagenbauers Nordex, Jürgen Zeschky, geht in diesem Jahr von einem 10- bis 20-prozentigen Umsatzwachstum auf 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro aus. Die Basis dafür sei der fest finanzierte Auftragsbestand von 1,05 Milliarden Euro, sagte Zeschky am Dienstag bei der Hauptversammlung in Rostock laut vorliegendem Redetext.

Die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern im Verhältnis zum Gesamtumsatz) soll zwischen 2 und 3 Prozent liegen. „Wir halten es für machbar, Nordex in den nächsten Jahren auf eine Zielgröße von mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz zu heben und dann eine Ebit-Marge von über 5 Prozent zu verdienen“, betonte Zeschky.

Die größten Windkraftanlagenhersteller (Ranking 2012)

Platz 10

Die Unternehmensberatung BTM Consult analysiert einmal im Jahr den weltweiten Markt für Windkraftanlagenhersteller. Auf dem zehnten Platz befindet sich in der aktuellen Rangliste, die sich auf Daten von 2012 bezieht, das chinesische Unternehmen Mingyang mit einem Marktanteil von 2,7 Prozent. Laut eigenen Angaben ist die Firma der größte nicht-staatliche Windkraftanlagenbauer von China und arbeite in Deutschland mit dem Unternehmen aerodyn Energiesysteme zusammen.

Platz 9

Auch auf dem neunten Platz ist ein chinesisches Unternehmen, wenn auch nur mit dem geringen Anteil von 3,2 Prozent: Sinovel.

Platz 8

Mit einem Marktanteil von 4,7 Prozent ist United Power auf dem achten Platz der Weltrangliste der größten Windkraftanlagenhersteller. Das Unternehmen ist wie Sinovel und Mingyang in China beheimatet.

Platz 7

6 Prozent Marktanteil hat das chinesische Unternehmen Goldwind.

Platz 6

Gamesa ist das einzige spanische Unternehmen in der Top 10-Liste der größten Windkraftanlagenhersteller der Welt. Die Firma hat ihren Hauptsitz im Baskenland in Nordspanien und hatte 2012 einen Marktanteil von 6,1 Prozent weltweit.

Platz 5

Auf dem fünften Platz befindet sich mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent die Suzlon Group aus Indien. Im Vorjahr war sie noch auf dem sechsten Platz

Platz 4

Auch das deutsche Unternehmen Enercon kletterte weltweit in der Rangliste nach oben – vom fünften Platz 2011 ging es auf den vierten Platz 2012. Enercon hat einen Marktanteil von 8,2 Prozent, in Deutschland hat das Unternehmen dagegen einen Anteil von mehr als 50 Prozent. 

Platz 3

Auch auf dem dritten Platz der weltgrößten Windkraftanlagen befindet sich ein deutsches Unternehmen: Siemens. Sein Anteil am Weltmarkt betrug 2012 laut BTM Consult 9,5 Prozent.

Platz 2

Eine schwere Rückschlag musste im vergangenen Jahr der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas einstecken. Erstmals seit 2000 schaffte es das Unternehmen mit einem Marktanteil von 14 Prozent nicht auf den ersten Platz der größten Anlagenhersteller.

Platz 1

General Electric hat im vergangenen Jahr erstmals Vestas vom ersten Platz der Rangliste der größten Windkraftanlagenbauer verdrängt – mit einem Marktanteil von 15,5 Prozent. Das US-Unternehmen war 2011 noch an dritter Stelle.

Der Optimismus gelte trotz der nur eingeschränkt positiven Gesamtentwicklung für die Hersteller von Windkraftwerken und Studien, die von einem moderaten Rückgang ausgingen. Nordex mache einen Bogen um „blutig umkämpfte Teilmärkte“ wie China, Teile von Südeuropa und eingeschränkt die USA. Das im TecDax notierte Unternehmen werde sich auf stabil entwickelte Märkte wie Deutschland, Skandinavien oder die Türkei konzentrieren.

Die Produktion in China sei schon teilweise aufgegeben worden. Die kritische Masse an Aufträgen wurde nicht erreicht. „China nutzen wir in Zukunft verstärkt als Beschaffungsmarkt“, sagte Zeschky. Gleichzeitig soll der Vertrieb auf andere asiatische Märkte wie Pakistan, Thailand oder die Philippinen konzentriert werden.

Zeschky bekräftigte die Entscheidung, Forschung und Entwicklung im Bereich Offshore einzustellen. „Vor gut einem Jahr hat diese Entscheidung den Markt noch irritiert. Nach der Debatte um eine Kostenbremse beim EEG und den Verschiebungen bei vielen Offshore-Projekten sieht das heute ganz anders aus“, sagte der Vorstandschef.

Von

dpa

Kommentare (2)

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vandale

04.06.2013, 15:29 Uhr

Ein EBIT von 2-3%, bzw. ein Wunsch EBIT von 5% bedeutet einen Daueraufenthalt in der Verlustzone.

Vandale

Semperaugustus

06.06.2013, 08:37 Uhr

ja so wird es auch kommen vandale...
Ganz abgesehen davon, dass noch eine Fülle an Abschreibungen dazu kommen werden wird von den aufgegebenen Geschäftsfelder wie Offshore oder USA oder China

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