Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.06.2015

17:14 Uhr

Windpark-Entwickler

Windreich sucht Rettung in Gemeinschaftsfirma

Windreich macht es anders: Der insolvente Windpark-Entwickler gründet mit einer belgischen Baufirma ein Gemeinschaftsunternehmen. So soll der Offshore-Windpark MEG I doch noch zum Erfolg geführt werden.

Der Windpark-Entwickler kooperiert künftig mit einem belgischen Bauunternehmen. dpa

Windkraftanlagen von Windreich

Der Windpark-Entwickler kooperiert künftig mit einem belgischen Bauunternehmen.

WolfschlugenDer insolvente Windpark-Projektentwickler Windreich hat sich mit dem belgischen Baukonzern DEME zusammengetan. Windreich und die DEME Concessions Wind N.V. gründen ein Gemeinschaftsunternehmen namens Merkur Offshore, um den für die Sanierung wichtigen Offshore-Windpark MEG I weiterzuentwickeln, zu bauen und zu betreiben, wie der Windreich-Insolvenzverwalter am Montag mitteilte.

Die Insolvenzverwaltung setzte bisher auf den Verkauf des geplanten Parks MEG I, um die insolvente Firma wieder in die Spur zu bringen - doch bislang ohne Erfolg. Jetzt soll Windreich den Bau mit Hilfe des Joint Ventures selbst in die Hand nehmen. Der Bau des 400-Megawatt-Projekts - das künftig Merkur Offshore heißen soll - soll im ersten Halbjahr 2016 beginnen. Es soll eines der größten Windpark-Projekte in der deutschen Nordsee werden.

Windreich war 2013 mit hohen Schulden in die Insolvenz gerutscht. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Verdachts auf Bilanzmanipulation und Insolvenzverschleppung gegen Firmengründer Willi Balz aufgenommen. Im vergangenen Jahr hatte sich Balz selbst wieder zum Geschäftsführer bestellt.

Möglich war das, weil er Anteile, die er für eine bestimmte Zeit treuhänderisch abgegeben hatte, inzwischen wieder hält. Sein eigener, vorgelegter Insolvenzplan sei allerdings inzwischen wieder zurückgezogen worden, erklärte ein Sprecher des Insolvenzverwalters.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×