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09.09.2013

18:36 Uhr

Windreich ist pleite

„Ich habe alles gegeben“

VonDana Heide, Oliver Stock

ExklusivDeutschlands Marktführer bei Windpark-Projekten auf hoher See ist zahlungsunfähig. Windreich-Gründer Willi Balz hat Insolvenz eingereicht. Damit ist auch ein hoher Kredit bei der Schweizer Bank Sarasin ausfallgefährdet.

Windparkbauer pleite

Windreich geht in die Insolvenz

Windparkbauer pleite: Windreich geht in die Insolvenz

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DüsseldorfDer Windprojektierer Windreich ist pleite. Das Unternehmen, das als Projektentwickler verantwortlich für den Aufbau von Offshore-Windparks in Deutschland ist, hat beim Amtsgericht Esslingen Insolvenz wegen Zahlungsunfähigkeit beantragt. Das bestätigte das Amtsgericht auf Anfrage der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, war am Montagabend für eine weitere Stellungnahme aber nicht erreichbar. Durch die Zahlungsunfähigkeit ist auch ein 70 Millionen-Euro-Kredit bei der Schweizer Privatbank Sarasin ausfallgefährdet. Die Bank will dazu auf Anfrage nicht Stellung nehmen.

„Ich trage es mit Anstand, ich habe alles gegeben“, sagte Windreich-Gründer Willi Balz zu Handelsblatt Online. Balz sagte weiter, dass er sich mit sofortiger Wirkung aus der Geschäftsführung von Windreich zurückgezogen habe.

Balz habe bereits Ende vergangener Woche nach dem neuen Insolvenzrecht eine Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und zumindest vorläufig auch bewilligt bekommen, hieß es am Montagabend in einer Mitteilung des Unternehmens. Als Sachwalter sei der Stuttgarter Anwalt Holger Blümle berufen worden.

Neuer alleiniger Geschäftsführer sei Werner Heer, der bisher Berater der Gesellschaft gewesen sei. Heer habe zuletzt den Windradbauer Fuhrländer durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung geführt, teilte Windreich mit. Mit seinem Rückzug mache Balz den Weg frei für einen erfolgreichen Abschluss der weit vorangeschrittenen Finanzierungsgespräche für den Offshore-Windpark MEG I. Der MEG I-Windpark werde im Bereich der Deutschen Bucht, in einer Entfernung von ca. 45 Kilometer nördlich von Borkum errichtet.

„In den Gesprächen mit unseren Investoren wurde deutlich, dass ein Managementwechsel Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Fortsetzung unserer Gespräche ist“, erklärte Heer. Man werde sicherstellen, dass die Projektgesellschaft MEG I von der Windreich-Sanierung unberührt bleibe. In den kommenden Wochen würden Heer und das Management ein Sanierungskonzept erarbeiten und dieses dem vorläufigen Sachwalter zur Prüfung vorlegen und anschließend den Gläubigern und Investoren vorstellen, hieß es in der Mitteilung.

Kommentare (31)

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Billyjo

09.09.2013, 17:50 Uhr

So wie die Solarblase bereits geplatzt ist wird ihr die Windbranche folgen. Auch das haben wir in erster Linie der Sozen und Grünen Sekten Regierungszeit zu verdanken, denn die sind die Verursacher/Erfinder der EEG Umlagen und dem trifft die Schuld am meisten.
Deswegen sind die Schwarz/Gelben aber auch nicht besser, denn die haben Wahnsinn weiter ausgebaut und nach dem Japan Erdbeben zu hysterisch vorgegangen
Aber dies ist nicht die letzte Pleite und eventuell kommt auch hier in Zukunft mehr Verstand, Abwägung und Überlegung von Fachleuten zum tragen und nicht nur die Steuereinnahmen der Politiker, die sich das große "Geld erhoffen" durch die häßlichen, Landschafts zerstörenden Windmühlen.

Account gelöscht!

09.09.2013, 17:53 Uhr

Windbeutel wäre ein besserer Name.

Karaffke

09.09.2013, 18:06 Uhr

"Deutschlands Marktführer bei Windpark-Projekten auf hoher See ist zahlungsunfähig"

Ein Raffke und Subventionsabsahner weniger!

Wer ist der nächster?!

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