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04.04.2013

10:18 Uhr

„Zehn zu viel“

Voestalpine-Chef kritisiert Überfluss der Stahlwerke

In Europa gebe es laut Voestalpine-Chef Wolfgang Eder zu viele Stahlwerke. Eigentlich müssten sie sterben, würden aber von der Politik künstlich am Leben erhalten. Zehn Stahlwerke stünden zur Disposition.

Voestalpine-Chef Wolfgang Eder kritisiert die Subventionen der Politik. Reuters

Voestalpine-Chef Wolfgang Eder kritisiert die Subventionen der Politik.

WienEuropa hat nach Einschätzung von Voestalpine -Chef Wolfgang Eder zehn Stahlwerke zu viel. „Viele Stahlwerke müssten mangels Konkurrenzfähigkeit sterben, dürfen das aber nicht“, sagte Eder in einem Interview mit den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Donnerstagausgabe). „Zehn stehen sicher zur Disposition. Erst gestern hat man uns wieder eines angeboten“, sagte Eder, der auch Präsident des europäischen Stahlverbands Eurofer ist.

Nach Eders Einschätzung dürfte sich die europäische Stahlproduktion von derzeit 140 Millionen Tonnen bis zum Jahr 2030 halbieren. Die Politik sperre sich jedoch gegen die notwendige Schließung von Standorten und halte sie mit Subventionen künstlich am Leben.

Der Bau eines neuen Stahlwerks kommt für den Konzern nicht in Frage. Dagegen will die Firma bis 2018 rund 700 Millionen Euro an ihrem Firmensitz in Linz investieren - unter anderem in die Sanierung und Wartung der dortigen Hochöfen.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Michael

04.04.2013, 11:26 Uhr

Nicht nur Stahlwerke werden am Leben erhalten, um keine Arbeitslosenflut loszulösen.
Überproduktion findet in vielen Bereichen statt, manche davon in Massen und aus Gründen, bei denen es einem die Sprache verschlägt (Lebensmittel, z.B.)

Account gelöscht!

04.04.2013, 12:44 Uhr

Mit den von den Schienenfreunden ergaunerten 700 Millionen das Werk in Linz ausbauen, das Kartell auffliegen lassen, straffrei rausgehen und dann die europäischen Kapazitäten als zu hoch bezeichnen - ja geht's noch Hr. Eder ???

Smokie2013

04.04.2013, 15:58 Uhr

Überkapazitäten bei Stahl? Wer hätte das Gedacht! Es gibt sie auch bei:
Autos
Banken
Versicherungen
Handel
usw...
Es gibt im Grunde überall Überkapazitäten. Importe tun dann ihr übriges, der Globalisierung sei Dank.

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