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11.07.2013

08:11 Uhr

Zuckerproduzent

Rübenpreise drücken Südzucker-Gewinn

Die Beteiligung von Zuckerrübenbauern am Erfolg der Produzenten drückt den Südzucker-Überschuss im ersten Quartal. Doch noch ein weiterer Faktor lässt die Zahlen trotz mehr Umsatz allenfalls mittelmäßig erscheinen.

Ein Südzucker-Mitarbeiter geht an einem Haufen Zuckerrüben vorbei: Die Rübenpreise drücken den Gewinn des Unternehmens. dpa

Ein Südzucker-Mitarbeiter geht an einem Haufen Zuckerrüben vorbei: Die Rübenpreise drücken den Gewinn des Unternehmens.

StuttgartGestiegene Rohstoffpreise haben Europas größtem Zuckerproduzenten Südzucker das Ergebnis im ersten Quartal verhagelt. Der Umsatz stieg zwar von März bis Mai um 7,6 Prozent auf 2,03 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Mannheim mitteilte. Doch das operative Ergebnis sank um 12,5 Prozent auf 230 Millionen Euro. Grund waren vor allem die höheren Preise, die der Konzern den Bauern für die Zuckerrüben zahlen musste. Nach den Regeln der Europäischen Union müssen die Landwirte fair am Erfolg beteiligt werden.

Wie der Konzern weiter erklärte, liegt das Minus auch daran, dass der Gewinn im Geschäftsjahr 2012/13 außerordentlich hoch war. Der Vorstand bekräftigte für das Gesamtjahr die Prognose vom Mai, dass das operative Ergebnis voraussichtlich um 15 Prozent auf 825 Millionen Euro schrumpfen wird nach dem Anstieg um 30 Prozent im Vorjahr. Der Umsatz soll leicht steigen auf 8,0 Milliarden Euro.

Die Geschäftsvereinbarung mit den Bauern muss der Konzern in den kommenden Jahren neu aushandeln, wie ein Sprecher erläuterte. Das hängt damit zusammen, dass nach der kürzlich beschlossenen EU-Agrarreform die Produktionsbeschränkung, die so genannte Zuckerquote, und die Mindestpreise ab 2017 in Europa abgeschafft werden. Dann fallen auch Exportbeschränkungen weg, die die Welthandelsorganisation bisher wegen der Regulierung des europäischen Zuckermarktes verlangte.

Von

rtr

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