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03.07.2014

18:52 Uhr

Zweistelliges Millionenminus

Windparkbauer Juwi tief in den roten Zahlen

ExklusivDer Wind- und Solarparkbauer Juwi sucht dringend Geld braucht, doch das ist nichts Neues. Nach einem Investor wird gesucht. Nun erfuhr das Handelsblatt, dass Juwi herbe Verluste in Millionenhöhe hinnehmen muss.

Der angeschlagene Wind- und Solarparkbauer Juwi befindet sich tief in den roten Zahlen. dapd

Der angeschlagene Wind- und Solarparkbauer Juwi befindet sich tief in den roten Zahlen.

DüsseldorfDer angeschlagene Wind- und Solarparkbauer Juwi ist 2013 tief in die roten Zahlen gerutscht. Nach Informationen des Handelsblatts (Freitgausgabe) aus Unternehmenskreisen musste der Konzern einen Verlust im mittleren zweistelligen Millionenbereich hinnehmen. Ein ähnlich großes Minus drohe im laufenden Jahr. Ein Sprecher von Juwi bestätigte die Angaben für 2013, für 2014 sei ein wesentlich besserer Ergebnis geplant, sagte er. Mitgründer Matthias Willenbacher hatte am Dienstag gesagt, dass der Umsatz im vergangenen Jahr um 30 Prozent auf 710 Millionen eingebrochen sei und das es unterm Strich einen Verlust gegeben habe.

Weil Juwi dringend Geld braucht, sucht das Unternehmen auf Druck der Banken einen Investor, der frisches Eigenkapital in den verschuldeten Konzern einbringt. Willenbacher und sein Kompagnon Fred Jung müssen sich offenbar darauf einstellen, einen großen Teil ihrer Anteile zu verlieren. Nach Handelsblatt-Informationen soll der neue Investor auch die Betreibergesellschaft Juwi IPP angeboten bekommen.
Die IPP gilt als besonders attraktiv für Investoren, weil in ihr ein großer Bestand an fertigen Anlagen gebündelt ist, die Strom produzieren und damit Geld verdienen. Nach Unternehmensangaben sind 80 Betreibergesellschaften in der IPP organisiert, an denen auch etliche regionale Versorger beteiligt sind.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Wegen der Verluste läuft bei Juwi ein Sparprogramm. Das Unternehmen baut 400 seiner insgesamt 1.500 Arbeitsplätze ab, davon 250 am Stammsitz im rheinhessischen Wörstadt. Die betroffenen Mitarbeiter wissen noch nichts von ihrer Kündigung. Sie sollen in etwa zwei Wochen davon erfahren.

Juwi plant und baut Windkraft- oder Solaranlagen, um diese entweder zu verkaufen oder selbst zu betreiben. Seit 1996 hat das Unternehmen mehr als 2.200 Anlagen für knapp sechs Milliarden Euro aufgestellt.

Von

drn

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