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07.01.2015

10:15 Uhr

Energieversorger EnBW

Anteile an Windpark verkauft

Energieversorger EnBW hat knapp 50 Prozent an seinem neuen Windpark Baltic 2 an einen Finanzinvestor verkauft. In den kommenden Wochen soll ein Teil der Windkraftanlagen erstmals Strom ins Netz einspeisen.

Gondeln für den EnBW-Windpark „Baltic 2“ werden im Fährhafen Sassnitz vorbereitet: Die 80 Windkraftanlagen des Parks 32 Kilometer nördlich von Rügen sollen ab 2015 jährlich 1200 Gigawattstunden Strom für rund 340.000 Haushalte erzeugen. dpa

Gondeln für den EnBW-Windpark „Baltic 2“ werden im Fährhafen Sassnitz vorbereitet: Die 80 Windkraftanlagen des Parks 32 Kilometer nördlich von Rügen sollen ab 2015 jährlich 1200 Gigawattstunden Strom für rund 340.000 Haushalte erzeugen.

StuttgartDer Energieversorger EnBW hat einen großen Anteil an seinem neuen Windpark in der Ostsee an den Finanzinvestor Macquarie Capital verkauft. Die Australier zahlten für die Beteiligung von knapp 50 Prozent am Windpark EnBW Baltic 2 nördlich von Rügen 720 Millionen Euro, teilte EnBW am Mittwoch mit. Bisher seien 34 der insgesamt 80 Windkraftanlagen installiert. In den kommenden Wochen sollen sie erstmals Strom ins Netz einspeisen. Betrieb und Wartung des Windparks bleibt in der Hand von EnBW.

Der drittgrößte deutsche Energieversorger baut seit der Energiewende das Geschäft mit erneuerbaren Energieträgern aus und fährt die Stromerzeugung aus Atom- und Kohlekraftwerken zurück. In den kommenden Jahren wollen die Karlsruher rund 3,5 Milliarden Euro in den Ausbau der Windkraft stecken. Das Unternehmen hat aber derzeit wegen der geringen Auslastung von Gas- und Kohlekraftwerken mit Verlust zu kämpfen.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Die EnBW nutze Beteiligungsmodelle, um mit dem zusätzlichen finanziellen Spielraum weitere Wachstumsprojekte voranzutreiben, erklärte Finanzvorstand Thomas Kusterer. Am EnBW-Windpark Baltic 1 sind bereits 19 Stadtwerke, vor allem aus Baden-Württemberg, zu 49,9 Prozent beteiligt. Auch ihre Windparks an Land finanziert die EnBW gemeinsam mit regionalen Energieunternehmen.

Von

rtr

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