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25.04.2013

13:39 Uhr

Energieversorger

Nach Flexstrom ist auch Flexgas pleite

Die Hoffnung währte nicht lange: Auch die Flexstrom-Tochter Flexgas muss Insolvenz anmelden. Ein Investor will nun doch nicht beim Gasversorger einsteigen. Die Kunden müssen sich aber keine Sorgen machen.

Erst Flexstrom, dann die Tochterfirma Flexgas: Die beiden Energieversorger sind insolvent. dapd

Erst Flexstrom, dann die Tochterfirma Flexgas: Die beiden Energieversorger sind insolvent.

BerlinNach dem Stromanbieter Flexstrom ist nun auch dessen Erdgas-Tochter Flexgas pleite. Der ausländische Investor, der Flexgas übernommen habe, sei vom Kaufvertrag zurückgetreten, teilte das Unternehmen mit. Angekündigte Zahlungen seien nicht zur Verfügung gestellt worden. Dadurch habe „keine tragfähige Lösung“ für Flexgas mehr gefunden werden können.

Auch der „Rekordwinter“ habe den Gasanbieter belastet. Das Unternehmen habe mehr Gas einkaufen müssen und dafür im Auftrag der Kunden finanziell in Vorleistung gehen müssen.

Flexgas hat nach eigenen Angaben eine fünfstellige Anzahl an Kunden in ganz Deutschland. Für sämtliche Kunden sei „eine lückenlose Versorgung sichergestellt“, teilte das Unternehmen mit. Im Zweifelsfall übernehme das örtliche Versorgungsunternehmen die Belieferung.

Flexstrom sowie die Tochterfirmen Löwenzahn Energie und Optimal Grün hatten am 12. April Insolvenz erklärt. Als Grund nannte das Flextrom vor allem die schlechte Zahlungsmoral zahlreicher Kunden. Flexstrom versorgte rund 500.000 Kunden. Flexgas sollte an einen Investor verkauft und weitergeführt werden.

Von

afp

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

25.04.2013, 15:05 Uhr

Welcher "ausländische Investor" sollte auch so verrückt sein, eine völlig verbrannte Marke mit einem hoch unzufriedenem Kundenstamm zu übernehmen?

Damals bei Teldafax war es das selbe Spiel: Es wurden ominöse russische Investoren kolportiert, von denen man nicht wusste ob sie wirklich existieren.

dino

25.04.2013, 15:11 Uhr

Toll. Der Anbieter arbeitet mit Vorkasse. Damit ist fast ein ganzes Jahr weg und doppelt zu bezahlen, noch dazu in der teuren Grundversorgung. Der Gesetzgeber sollte zwingend eine Insolvenzsicherung für diesen Markt einbauen.

mnms

26.04.2013, 08:44 Uhr

Was soll denn der Ruf nach dem Gesetzgeber? Die Insolvenzsicherung kann jeder Kunde, der das will, für sich selbst einbauen, indem er Vorkassetarife meidet.

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