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23.01.2014

07:45 Uhr

Energieversorger

RWE blockiert verlängerten Kündigungsschutz

Der Energieriese habe kein Interesse an Kompromissen – so erklärt Verdi, dass Gespräche über verlängerten Kündigungsschutz mit RWE auf Eis liegen. Der Konzern unter Spardruck spricht von „weiteren Lösungsvorschlägen“.

Ihr Konzern will ihnen wohl keine dauerhafte Sicherheit bis 2018 geben: RWE-Angestellte kontrollieren eine Hochspannungsleitung bei Bornheim. dpa

Ihr Konzern will ihnen wohl keine dauerhafte Sicherheit bis 2018 geben: RWE-Angestellte kontrollieren eine Hochspannungsleitung bei Bornheim.

BerlinDie Verhandlungen zwischen dem Energiekonzern RWE und der Gewerkschaft Verdi über eine Verlängerung des Kündigungsschutzes sind einem Zeitungsbericht zufolge abgebrochen worden. „RWE hat gar kein Interesse an einer Verlängerung des Kündigungsschutzes, sondern will nur Mitarbeiter in eine Beschäftigungsgesellschaft herauskündigen“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Hans-Peter Lafos der „Rheinischen Post“ laut Vorabmeldung. Demnach will Verdi Proteste starten, sollte sich das Unternehmen bis März nicht bewegen.

Dem Bericht zufolge bestätigte RWE, dass die Verhandlungen am Freitag unterbrochen wurden. Beide Seiten hätten so Zeit, weitere Lösungsvorschläge auszuloten, wurde eine Sprecherin zitiert.

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Bei RWE sind bis Ende 2014 betriebsbedingte Kündigungen durch eine Vereinbarung ausgeschlossen. Verdi will nach früheren Angaben den Vertrag bis mindestens Ende 2018 verlängern. Der Konzern lehnt dies ab und will betroffene Mitarbeiter über eine Jobbörse vermitteln.

RWE brechen wegen der Energiewende die Gewinne weg. Deswegen gibt das Unternehmen an, mehr sparen zu müssen und will vor allem in der Stromerzeugung und der Verwaltung Stellen streichen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

23.01.2014, 08:52 Uhr

Naja, das EEG zeitigt die ersten empfindlichen Schleifspuren. Weitere werden folgen. Kauft Kerzen!

zarakthuul

23.01.2014, 09:07 Uhr

Wenn Kraftwerke stillgelegt werden, werden eben auch Beschäftigte "stillgelegt".
Das sind halt die Folgen vom Jobwunder Energiewende

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