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24.01.2007

08:23 Uhr

Entlassung

Modekonzern Gap feuert Chef

Der US-Bekleidungskonzern Gap zieht nach einem erneut schwachen Weihnachtgeschäft die Notbremse und entlässt Vorstandschef Paul Pressler. Chairman Robert Fisher übernimmt dessen Posten kommissarisch. In Branchenkreisen wird dieser Schritt als Vorstufe für einen baldigen Verkauf der Modekette gesehen, die im US-Wettbewerb seit Jahren Marktanteile verliert.

Nicht mehr Chef beim amerikanischen Bekleidungskonzern: Paul Pressler. Foto: AP

Nicht mehr Chef beim amerikanischen Bekleidungskonzern: Paul Pressler. Foto: AP

ebe NEW YORK. Die Firma betreibt mit ihren Marken Gap, Old Navy, Banana Republic und Forth & Town mehr als 3 100 Geschäfte und erzielt rund 16 Milliarden Dollar Umsatz.

Vor wenigen Wochen hatte das Gap-Board unter Führung von Robert J. Fisher die Investmentbank Goldman Sachs beauftragt, Strategien für die Zukunft auszuloten. Ein Verkauf an Finanzinvestoren wäre bei einem Börsenwert von gut 16 Milliarden Dollar einer der bisher größten in der Modebranche. „Ob Gap an der Börse bleibt oder privat geführt wird: Das Unternehmen braucht eine neue Führung“, sagte David Katz von Matrix Asset Advisors.

Der US-Konzern verliert trotz hoher Preisnachlässe weiter Marktanteile und musste im Dezember 2006 Umsatzeinbußen von fast zehn Prozent bei seinen Hauptmarken Gap und Old Navy bekannt geben. Seine Gewinnprognose hatte Gap zuvor bereits von gut einem Dollar pro Aktie auf 83 bis 87 Cent pro Aktie gekürzt. Mal „in“, mal „out“ – Gap macht den Zyklus vieler Modefirmen durch. In den 90er-Jahren wuchs die Marke rasant und expandierte nach Deutschland und zog sich 2004 wieder zurück.

Als Nachfolger von Pressler gelten laut „New York Times“ Roger N. Farah von Polo Ralph Lauren und der Ex-Chef von Liz Claiborne, Paul R. Charron. Bei dieser Entscheidung könnten bereits potenzielle Käufer mitreden, schreibt die Zeitung.

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