Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2014

12:56 Uhr

Erneuerbare Energien

Krise kostet fast 3000 Solar-Arbeitsplätze

Die Zahl der in der Solarbranche tätigen Arbeiter unterlag in den letzten Jahren extremen Schwankungen. Im vergangenen Jahr ging es deutlich abwärts – so tief wie seit fast vier Jahren nicht mehr.

Es geht abwärts: Eine Branche verliert fast die Hälfte ihrer Mitarbeiter. dpa

Es geht abwärts: Eine Branche verliert fast die Hälfte ihrer Mitarbeiter.

WiesbadenDie Krise in der deutschen Solarindustrie hat die Branche im vergangenen Jahr fast 3000 Arbeitsplätze gekostet. In der Herstellung von Solarzellen und Solarmodulen seien rund 2700 Stellen weggefallen, sagte Ulrich Prautsch vom Statistischen Bundesamt am Dienstag und bestätigte damit einen Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). Demnach waren im vergangenen November 4810 Menschen in dem Bereich beschäftigt. Im Vorjahresmonat waren es noch 7512.

Die Zahlen verdeutlichen, wie rasant die Branche in Deutschland gewachsen und wieder geschrumpft ist: Waren im Januar 2009 lediglich 1519 Menschen in der Produktion von Solarzellen und Modulen tätig, waren es ein Jahr später bereits 8054. Den Höhepunkt erlebte die Solarbranche den Angaben nach im August 2012 mit 12.122 Beschäftigten. Seitdem geht es bergab. Überkapazitäten und Konkurrenz aus Asien machen den Firmen schwer zu schaffen.

Erstmals seit knapp vier Jahren fiel die Beschäftigung 2013 nun unter die Marke von 5000. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden sank von 1,4 Millionen Anfang 2012 auf 625.000. Zu möglichen weiteren Jobverlusten bei Planungsbüros, Monteuren und Zulieferindustrie machten die Statistiker keine Angaben.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Informant

28.01.2014, 19:07 Uhr

Dieser Artikel kratzt nur an der Oberfläche, der tatsächlichen Gründe für die erwähnte Krise. Der stärkste Indikator ist die Unentschlossenheit der Regierung. Durch ständige langwierige Neukonzipierungen von Richtlinien und Förderungen, wurde es nahezu unmöglich sich auf diese einzustellen. Zudem wurde potentielle Kunden dadurch die Planungssicherheit genommen. Unsere alte und auch die neue Regierung weiß ganz genau, wie sie die Energiewende predigen kann, ohne sie durchführen zu müssen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×