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28.03.2012

20:01 Uhr

Essener Baukonzern

ACS-Manager zieht in Hochtief-Vorstand ein

Neuzugang im Hochtief-Vorstand: Der bisherige ACS-Manager Marcelino Fernández Verdes wird im Vorstand von Hochtief das Amerika-Geschäft verantworten. Die Berufung habe aber nichts mit der Übernahme durch ACS zu tun.

Ein Manager des Mutterkonzerns ACS zieht in den Hochtief-Vorstand ein. dpa

Ein Manager des Mutterkonzerns ACS zieht in den Hochtief-Vorstand ein.

EssenDer ACS-Manager Marcelino Fernández Verdes soll in den Vorstand des Essener Baukonzerns Hochtief einziehen. Das hat der Aufsichtsrat des Unternehmens bei seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, wie Hochtief in Essen mitteilte. Der 56-Jährige soll nach Angaben eines Hochtief-Sprechers vor allem für das Amerika-Geschäft des Konzerns zuständig sein. Vorstandschef Frank Stieler bleibe weiterhin für die Bereiche Europa und Asia-Pacific mit der australischen Tochter Leighton zuständig, hieß es.

Die Bestellung von Verdes habe nichts mit seiner Herkunft aus den Reihen des spanischen Hochtief-Mehrheitseigentümers zu tun, betonte der Sprecher. „Der Mann ist der beste für diese Position“, sagte er. Verdes werde sein neues Amt zum 15. April antreten und gleichzeitig seine bisherige Position bei ACS aufgeben.

Der Aufsichtsratschef des Baukonzerns Hochtief, Manfred Wennemer, hat hohe Erwartungen an den neuen spanischen Manager im Vorstand des Unternehmens. Marcelino Fernández Verdes könne für „eine bessere Kooperation zwischen ACS und Hochtief" sorgen, sagte Wennemer dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). Es gehe darum, „Synergien auf wichtigen Märkten zu heben“
Von einer Machtübernahme durch den Großaktionär ACS im Vorstand will Wennemer aber nichts wissen. „Sicherlich hat Verdes gute Kontakte zu ACS-Chef Florentino Pérez“, räumte der Chefaufseher ein. Aber die Strategie von Hochtief werde allein in Essen entschieden. Außerdem verspricht sich Wennemer vom neuen Topmanager mehr Internationalität bei Deutschlands größtem Baukonzern. Das tue der „Unternehmenskultur bei Hochtief gut“, zumal der Konzern den Großteil seines Umsatzes im Ausland erzielt. Nach einem erbitterten Abwehrkampf hatte ACS im Sommer vergangenen Jahres die Mehrheit bei Hochtief übernommen.

Von

dpa

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