Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.05.2016

13:25 Uhr

Euronext

Einsparungen helfen Börsen-Konzern

Die Schrumpfkur bei Euronext scheint zu wirken: Dank Kosteneinsparungen stieg der operative Gewinn des Börsen-Konzerns um acht Prozent. Doch eine geplante Fusion bei der Konkurrenz sorgt für Unsicherheit.

Im Juni 2013 fusionierte die Mehrländer-Börse Euronext mit der New York Stock Exchange zur NYSE Euronext. Im Juni 2014 wurde der europäische Teil des Konzerns jedoch wieder abgespalten. Imago

Abspaltung von NYSE

Im Juni 2013 fusionierte die Mehrländer-Börse Euronext mit der New York Stock Exchange zur NYSE Euronext. Im Juni 2014 wurde der europäische Teil des Konzerns jedoch wieder abgespalten.

BangaloreDie Finanzmarktturbulenzen zu Jahresbeginn haben den europäischen Börsenbetreiber Euronext ausgebremst. Dank Kostensenkungen stieg der operative Gewinn im ersten Quartal zwar um acht Prozent auf gut 68 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Allerdings gingen die Einnahmen zurück, vor allem weil Börsengänge angesichts stark fallender Kurse ausblieben. In diesem Bereich war es laut Euronext weltweit das schwächste erste Quartal seit 2009.

Der Rivale der Deutschen Börse betreibt Marktplätze in Paris, Amsterdam, Brüssel, London und Lissabon. Die Kosten des Konzerns sanken im Quartal um mehr als zwölf Prozent. Ende 2015 hatte Euronext 14 Prozent weniger Beschäftigte als im Jahr zuvor.

Das Unternehmen würde durch die angestrebte Fusion der Deutschen Börse mit der Londoner LSE an Bedeutung verlieren, weil Größe in der Branche entscheidend ist. Insider sagten der Nachrichtenagentur Reuters zuletzt, Euronext könnte Interesse an Zukäufen haben, sollten Deutsche Börse und LSE aus kartellrechtlichen Gründen einige Teile abstoßen müssen, um grünes Licht von den zuständigen Behörden für den 25 Milliarden Euro schweren Deal zu bekommen. Euronext will Investoren und Analysten am Freitag eine neue Strategie erklären.

Börsenfusion Frankfurt London: Kengeters Hindernislauf

Börsenfusion Frankfurt London

Premium Kengeters Hindernislauf

Die Hürden für die Fusion der Börsen in Frankfurt und London liegen hoch. Ausgerechnet der Zeitpunkt mitten in der Brexit-Debatte ist denkbar ungünstig. Politik und Aufseher verfolgen den möglichen Deal sehr aufmerksam.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×