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14.01.2011

09:06 Uhr

Eva Wunsch-Weber

Erste Frau an Spitze einer großen Volksbank

VonYasmin Osman

Die Franfurter Volksbank bekommt eine neue Führung, die zugleich Neues und Kontinuität verspricht. Eva Wunsch-Weber soll aus dem Vorstand aufrücken. Damit wäre die 46-Jährige die erste Frau an der Spitze einer großen deutschen Genossenschaftsbank. In einem Punkt ähnelt sie dem bisherigen Chef: Sie ist keine Jasagerin.

FRANKFURT. Bei der Frankfurter Volksbank bahnt sich ein Führungswechsel an: Eva Wunsch-Weber, bislang einfaches Vorstandsmitglied, soll Hans-Joachim Tonnellier beerben, den langjährigen Vorstandschef des Frankfurter Instituts. Die 46-Jährige wäre damit die erste Frau, die ganz an die Spitze einer großen deutschen Genossenschaftsbank rückt - Frankfurt liegt derzeit auf Rang sieben.

Wann genau die gebürtige Freiburgerin in Tonnelliers Fußstapfen treten wird, gab die Bank allerdings noch nicht offiziell bekannt. "Wir wollten früh für klare Verhältnisse sorgen, auch gegenüber den Mitarbeitern", sagte Tonnellier.

Die Angestellten der Bank können sich also auf Kontinuität einstellen. Das sei für die Mitarbeiter ohnehin wichtiger gewesen als die Frage nach dem Geschlecht des Chefs, betont Wunsch-Weber. Die Betriebswirtin kennt die Bank mittlerweile in- und auswendig. 1993 stieß sie zur Volksbank. Erst arbeitete sie im Firmenkundengeschäft, fünf Jahre später holte Tonnellier sie an die Spitze des Vorstandsstabs, machte sie 2008 zur Generalbevollmächtigten, später zum Vorstandsmitglied.

"Eine Jasagerin ist sie nicht", beschreibt Tonnellier seine Nachfolgerin in spe. Auch das ein Zeichen für Kontinuität: Der 62-Jährige, ein Urgestein am Frankfurter Finanzplatz, hat sich auch nie gescheut, verbal mal gegen den Strich zu bürsten.

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