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01.03.2017

16:41 Uhr

Evonik steht vor Chefwechsel

Kullmann folgt vorzeitig auf Engel

Kurz vor der Veröffentlichung der Jahresbilanz gibt Evonik bekannt, dass Christian Kullmann künftig die Geschicke des Chemiekonzerns lenken wird. Noch-Chef Klaus Engel und das Unternehmen trennen sich einvernehmlich.

Der bisherige Vize übernimmt den Konzern im Mai. dpa

Christian Kullmann

Der bisherige Vize übernimmt den Konzern im Mai.

EssenDer Spezialchemiekonzern Evonik bekommt wie geplant einen neuen Chef: Der bisherige Vize Christian Kullmann (47) übernimmt nach der Hauptversammlung am 23. Mai die Konzernspitze, wie Evonik am Mittwoch mitteilte. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Klaus Engel (60) und das Unternehmen trennen sich einvernehmlich. Sein Vertrag lief eigentlich bis Ende 2018. Der Aufsichtsrat würdigte die „herausragende Leistung“ Engels. Evonik beschäftigt rund 35.000 Menschen und strebt mittelfristig einen Aufstieg in den Dax an.

„Herr Kullmann hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren als Strategiechef von Evonik gute Arbeit geleistet“, sagte Aufsichtsratschef Werner Müller. Jetzt gehe es darum, Evonik weiter zu entwickeln. „Dafür ist Herr Kullmann der richtige Mann.“ Neuer stellvertretender Vorsitzender des Vorstands wird zum 1. September 2017 der bisherige BASF-Vorstand Harald Schwager (56). Evonik-Vorstandsmitglied Ralph Sven Kaufmann (51) – bisher zuständig für das operative Geschäft – verlässt Ende Juni einvernehmlich das Unternehmen. Seine Stelle wird nicht neu besetzt.

Evonik: Klaus Engel tritt vorzeitig ab

Evonik

Klaus Engel tritt vorzeitig ab

Klaus Engel scheidet vorzeitig als Vorstandschef von Evonik aus. Der Manager tritt zur Hauptversammlung im Mai ab. Sein Nachfolger an der Spitze des Chemiekonzerns wird sein Stellvertreter Christian Kullmann.

Kullmann gilt als enger Vertrauter von Evonik-Aufsichtsratschef Werner Müller. Der frühere Bundeswirtschaftsminister Müller ist zugleich Chef der RAG-Stiftung, des Mehrheitseigentümers von Evonik. Die Stiftung finanziert aus ihren Einnahmen die Folgelasten des Steinkohlebergbaus in Deutschland. Evonik hatte in den ersten drei Quartalen Umsatz- und Gewinnrückgänge hinnehmen müssen. Für Donnerstag (2. März) steht die Jahresbilanz des Unternehmens an.

Von

dpa

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