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18.06.2014

12:07 Uhr

Ex-Arcandor-Chef

Doch kein Haftbefehl gegen Middelhoff

Thomas Middelhoff muss doch kein Gefängnis fürchten. Nach einer Haftungsgarantie in Millionenhöhe lehnte der Arcandor-Insolvenzverwalter die Vollstreckung ab. Offenbar steht eine Einigung im Raum.

Manager Thomas Middelhoff während einer Gerichtsverhandlung in Essen. dpa

Manager Thomas Middelhoff während einer Gerichtsverhandlung in Essen.

KölnDer frühere Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, kann aufatmen: Das Thema Haftbefehl ist vom Tisch. Der Arcandor-Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch habe die Vollstreckungsaufträge gegen den Manager zurückgezogen, nachdem Middelhoffs Managerversicherung eine Haftungsgarantie für 3,4 Millionen Euro übernommen habe, berichtete ein Jauch-Sprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Damit sei auch das Thema Haftbefehl erledigt.

Nach einem Bericht des „Spiegel“ vom Freitag hat eine Gerichtsvollzieherin den Haftbefehl beantragt, um den Manager im Zusammenhang mit Zahlungsforderungen des Insolvenzverwalters zur Offenlegung seiner Vermögensverhältnisse zu zwingen.

Die Rechsstreitigkeiten des Thomas M.

Charterflüge

Die Staatsanwaltschaft Bochum wirft dem 61-Jährigen Untreue in 49 Fällen vor. In dem Strafverfahren vor dem Essener Landgericht geht es vor allem um Charterflüge auf Firmenkosten, die von Arcandor bezahlt worden waren, obwohl sie laut Staatsanwaltschaft privaten Zwecken dienten. Middelhoff hatte öffentlich erklärt, er habe sich korrekt verhalten.

Sal. Oppenheim

Das Kölner Institut Sal. Oppenheim hatte das Ehepaar Middelhoff Ende 2013 auf knapp 78 Millionen Euro verklagt. Kredite seien nicht zurückgezahlt worden. Zuvor hatte Middelhoff seinerseits die Bank auf 101 Millionen Euro verklagt.

Arcandor I

Im September 2013 erklärte das Landgericht Essen, es halte einen Sonderbonus, den der Manager kurz vor seinem Arcandor-Ausscheiden erhielt, für nicht gerechtfertigt. Er soll rund 3,4 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter zahlen, hat aber Berufung angekündigt.

Arcandor II

Der 61-Jährige verlangt seinerseits von den Insolvenzverwaltern wegen angeblichen Rufmords Schadenersatz in Höhe von 120 Millionen Euro. Gegen einen entsprechenden Mahnbescheid haben die Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg und Hans-Gerd Jauch Widerspruch eingelegt. Sie hatten Middelhoff und andere Arcandor-Manager auf Schadenersatz von insgesamt 175 Millionen Euro verklagt, unter anderem wegen angeblicher Managementfehler. Der Prozess vor dem Oberlandesgericht Hamm könnte Jahre dauern.

Josef Esch

Mit seinem ehemaligen Vermögensverwalter Josef Esch liegt Middelhoff ebenfalls im Clinch. Im Streit um Unterhaltskosten für seine Luxusyacht einigten sich Middelhoff und Esch im Jahr 2012 außergerichtlich auf eine Zahlung von 2,5 Millionen Euro, Frist 30. September 2013. Überwiesen hat Middelhoff bis heute nicht, Esch geht gerichtlich gegen Middelhoff vor. Middelhoff selbst will von seinem Ex-Vermögensverwalter 33 Millionen Euro, weil der ihn falsch beraten und sein Privatvermögen riskiert haben soll.

Das Essener Landgericht hatte Middelhoff im September vergangenen Jahres in einem Zivilverfahren verurteilt, rund 3,4 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter zu zahlen. Es geht vor allem um Bonuszahlungen, die Middelhoff nach Auffassung der Richter zu Unrecht erhalten hat. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, da beide Seiten Revision eingelegt haben. Middelhoff hatte bereits am Wochenende berichtete, dass eine Einigung zwischen der Managerversicherung und dem Insolvenzverwalter erzielt worden sei. Der Insolvenzverwalter hatte dies jedoch zunächst nicht bestätigt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

18.06.2014, 18:24 Uhr



"kein Haftbefehl?"

eine Fr. Schickedanz sollte endlich den Spieß unmdrehen und die Tatsächlichen Verantwortlichen für den Ruin der Kaufhäuser zu Verantwortung ziehen lassen!


aus gestriger Zensurbox reture:

Was für eine absurde M.f.S.(Stasi) Schmierenkomödie!
alla Kachelmann, BP Wullf, ADAC, Limburger Bischof

Karstadt Kaufhäuser sind 2002 in OST Verantwortung übertragen worden und in meiner Stadt bereits 2004 völligst ruiniert (OST Feindbild dem Klassenfeind gegenüber + völliges Unvermögen + verkaufen ist einfach, immer das teuerste andrehen, Nachfragen/Rückfragen gelten als persönlicher Angriff)
2004 war Karstadt ruiniert (ein leeres Kaufhaus) und wurde in diesem ruinierten Zustand bis 2009,
zum Bankrott der Finanziers, OHNE Verändeungen weiter geführt!
(der umliegede Einzelhandel wurde mit Terror gesucht zu Nötigen Warengruppen aus seinem Programm zu nehmen, um sie NUR bei Karstadt anzubieten)

(es gibt keine Synapsen um expansive Denkprozesse zu führen!! OST Bildungssystem - funktionieren in einer befehligten minimal Positionen gestaffelten Hierarchie!)

Verantwortliche sind *einzig*
das Management bis Abteilungsleiter der einzelnen Kaufhäuser
und die Sorte "OST Verkäufer einfach"
nicht Bitter sondern sind die Tatsachen!


Jetzt einen *Schauprozess* zu führen ist das System OST Junta!


Dazu:
*Grundsätze des Terrors*
(aus Anfang der 1950er, Angst vor der Sowjetischen Übernahme)
HEUTE die OST-BRD (stalinistische EUR-ZONE)!!

Allgemeines:
- Wenn du der politischen Beeinflussung widerstehst und der Gegner die Nutzlosigkeit seines Versuches, dich zu seiner Ideologie zu «bekehren» einsieht,
wird er versuchen, dich durch Furcht zum Gehorsam zu bringen. Diese Furcht sucht er durch Terror zu erzeugen.
[...]

Terrormassnahmen:
- Aufbau eines Agenten- und Spitzelnetzes
- Telephon- und Postüberwachung (Zensur)
- Umbiegung des Rechtsverfahrens.
- Willkürliches Hinauszögern von Strafsachen
- Keine öffentlichen Gerichtsverhandlungen mehr,
ausgenommen Schauprozes

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