Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.11.2013

18:29 Uhr

Ex-Arcandor-Chef

Middelhoff fordert 120 Millionen Euro Schadenersatz

„Imageschäden“ und „enorme geschäftliche Schäden“: Thomas Middelhoff sieht seinen Ruf ramponiert. Deswegen will der Ex-Arcandor-Chef die Insolvenzverwalter des Konzerns zur Kasse bitten und klagt auf Schadenersatz.

Der ehemalige Arcandor-Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff will 120 Millionen Euro einklagen. dpa

Der ehemalige Arcandor-Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff will 120 Millionen Euro einklagen.

HagenDer frühere Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, fordert von den Insolvenzverwaltern des Konzerns wegen angeblichen Rufmordes Schadenersatz in Millionenhöhe. Der Manager habe bereits Anfang Oktober beim Landgericht Hagen einen Mahnbescheid in Höhe von 120 Millionen Euro gegen Klaus Hubert Görg und Hans-Gerd Jauch beantragt, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Die Insolvenzverwalter hätten jedoch bereits Widerspruch eingelegt.

Middelhoff-Anwalt Winfried Holtermüller begründete die Millionenforderung mit den „Imageschäden“ und den „enormen geschäftlichen Schäden“, die Middelhoff durch das Vorgehen und die Äußerungen der beiden Insolvenzverwalter erlitten habe. Sie hatten Middelhoff und andere Arcandor-Manager unter anderem wegen angeblicher Managementfehler auf Schadenersatz in Höhe von 175 Millionen Euro verklagt.

Ein Sprecher der Insolvenzverwalter bestätigte den Eingang der Mahnbescheide. Görg und Jauch hätten jedoch fristgerecht dagegen Widerspruch eingelegt. Jauch sagte: „Wir handeln pflichtgemäß.“ Angesichts von bislang ergangenen Entscheidungen der Zivilgerichte in Schadenersatzprozessen gegen Middelhoff, in denen der Manager zur Zahlung an den Insolvenzverwalter verpflichtet worden sei, sehe man „einem Verfahren wegen angeblichen Rufmordes gelassen entgegen“. Middelhoff war gegen entsprechende Entscheidungen in Berufung gegangen.

Middelhoff-Anwalt Holtermüller kündigte an, das Verfahren nun zeitnah weiter vorantreiben zu wollen. Mit einer schnellen Entscheidung ist nicht zu rechnen. Das Verfahren könne, wenn es durch alle Instanzen gehe, drei bis vier Jahre dauern, sagte Holtermüller.

Von

dpa

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

sfsdf

29.11.2013, 19:45 Uhr

Middelhoff ist viel zu nachsichtig im Umgang mit dem Vorgang. Ich finde hier sollten mind 120Mrd gefordert werden. Eine herausragende Persönlichkeit wie er hat noch mehr verdient. Auch Golman sachs sollte noch bei paar Billionen bekommen. Die armen leute können doch nix für die Fatale Geschäftsentwicklung.

Account gelöscht!

29.11.2013, 21:27 Uhr

Middelhoff, der mir der erwiesenen Unfähigkeit, Obertaugenixxmanager....

Karstadtangestellter

30.11.2013, 09:08 Uhr

Sieht aus als steht dieser supergierigen "Niete in Nadelstreifen" das Wasser bis zum Hals.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×