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23.08.2013

09:19 Uhr

Ex-Infineon-Chef

Ulrich Schumacher wird Zumtobel-Chef

Der ehemalige Infineon-CEO hat wieder einen Job in Europa. Ulrich Schumacher wird zum 1. Oktober Vorstandsvorsitzender des österreichischen Lichttechnik- und LED-Experten Zumtobel.

Ulrich Schumacher im Jahr 2009: Nach neun Jahren wieder einen Job in Europa. Reuters

Ulrich Schumacher im Jahr 2009: Nach neun Jahren wieder einen Job in Europa.

DüsseldorfDer Vorstand des Lichttechnik-Experten Zumtobel wird umgebaut. Der Aufsichtsrat akzeptierte am Donnerstag die Rücktritte des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Harald Sommer und des Finanzvorstands Mathias Dähn zum 30. September diesen Jahres. Als Grund nannte das österreichische Unternehmen in einer Mitteilung „unterschiedlichen Auffassungen über die operative Umsetzung der globalen Wachstumsstrategie in der wichtigen Phase des Technologiewandels hin zu LED“ zwischen den beiden Vorständen und dem Aufsichtsrat.

Neuer Chef von Zumtobel wird zum 1. Oktober Ulrich Schumacher. Der Vertrag des ehemaligen Infineon-CEOs soll laut der Mitteilung bis zum 30. April 2017 laufen. Vorrübergehend wird Schumacher auch als CFO tätig sein, bis ein neuer Finanzvorstand gefunden ist.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Jürg Zumtobel dankte Sommer und Dähn für ihre erbrachten Leistungen, blickt aber auch optimistisch in die Zukunft. „Mit Ulrich Schumacher haben wir einen ausgewiesenen Technologie-Experten gewinnen können, der auf bemerkenswerte unternehmerische Erfolge zurückblicken kann“, wird Zumtobel in der Mitteilung zitiert. „Unter seiner Führung wird sich die Zumtobel AG wieder verstärkt auf ihre langjährigen Erfolgsfaktoren fokussieren.“

Schumacher solle das Unternehmen nun „kraftvoll in die Zukunft führen und zusätzliche Potenziale erschließen“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Seine Bestellung sei über persönliche Kontakte über den Aufsichtsrat zustande gekommen. Ein harte Sanierung oder gar ein umfassender Stellenabbau seien bei Zumtobel zunächst nicht geplant, sagte die Sprecherin. Schumacher sei wegen seiner Technologieexpertise engagiert worden. „Dass er Restrukturierungserfahrung hat, ist gut und wichtig und wird uns helfen, unsere Herausforderungen zu meistern.“

Der 1958 in Bergisch Gladbach geborene Schumacher führte nach einer Karriere im Siemens-Konzern den ausgegliederten Technologie-Ableger Infineon im Jahr 2000 an die Börse. Später hatte er sich einen Namen durch einen harten Sanierungsplan bei dem Halbleiterhersteller gemacht. Nach seinem Ausscheiden im Jahr 2004 wurde er Partner eines amerikanischen Private Equity-Unternehmens im Technologiebereich, Francisco Partners.

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