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03.01.2013

13:47 Uhr

Ex-Rennfahrer

Niki Lauda räumt Posten bei Air Berlin

Rund ein Jahr lang saß Niki Lauda im Aufsichtsrat von Air Berlin. Nun verlässt er das Gremium und überlässt den Posten einem Luftfahrt-Veteran. Denn auf Lauda wartet bereits eine andere Aufgabe.

Saß rund ein Jahr im Air Berlin-Aufsichtsrat nachdem er die Anteile an seiner Airline Niki verkaufte: Niki Lauda. Reuters

Saß rund ein Jahr im Air Berlin-Aufsichtsrat nachdem er die Anteile an seiner Airline Niki verkaufte: Niki Lauda.

FrankfurtDer Ex-Rennfahrer Niki Lauda verlässt den Verwaltungsrat der angeschlagenen Fluglinie Air Berlin. Der 63-jährige Österreicher wolle sich künftig stärker seiner Aufgabe beim Formel-1-Team von Mercedes widmen, teilte Air Berlin am Donnerstag mit.

Der dreifache Formel-1-Weltmeister war über die von ihm gegründete Airline Niki zu Air Berlin gekommen. Er verkaufte seine Niki-Anteile Ende 2011 an die Berliner Fluggesellschaft und zog in das Aufsichtsgremium ein. Air-Berlin-Verwaltungsratschef Hans-Joachim Körber dankte Lauda für die „engagierte, impulsgebende Mitarbeit zum Wohle des Unternehmens.“ Air Berlin schreibt wegen einer übereilten Expansion seit Jahren Verluste. Konzern-Chef Hartmut Mehdorn will die Fluglinie mit einem harten Sparkurs wieder in die schwarzen Zahlen bringen.

Weniger Passagiere: Air Berlin fällt 2012 zurück

Weniger Passagiere

Air Berlin fällt 2012 zurück

Die Airline hat 2012 weniger Fluggäste ans Ziel gebracht als noch 2011.

Nachfolger von Lauda im Verwaltungsrat ist Luftfahrt-Veteran Austin Reid. Der 67-Jährige hat sich in der Branche vor allem als Chef der britischen Fluggesellschaft BMI einen Namen gemacht, die er bis 2005 leitete. Die Lufthansa übernahm BMI 2009 komplett, verkaufte sie nach anhaltenden Verlusten aber vor gut einem Jahr an British Airways.

Das Air-Berlin-Sparprogramm

„Shape & Size“

Das Sparprogramm soll bis spätestens 2013 das Betriebsergebnis (Ebit) um 200 Millionen Euro erhöhen.

Kleineres Streckennetz

Unrentable Strecken sollen aufgegeben werden, die Flotte soll von 170 auf 152 Flugzeuge verkleinert werden.

Ausbau der Drehkreuze

Die Drehkreuze Berlin, Düsseldorf, Palma de Mallorca und Wien sollen ausgebaut werden. Mit Beitritt zum Bündnis Oneworld im Frühjahr 2012 sollen sie Verteilerfunktion für Passagiere von Partner-Airlines übernehmen.

Erhöhung der Nebeneinkünfte

Die Nebeneinkünfte sollen aus Zuschlägen für einzelne Leistungen und Preisanhebungen für einige Strecken erhöht werden.

Bessere Abläufe

Bessere Betriebsabläufe, neues Standortkonzept für Flugzeuge und Crews stehen ebenfalls auf dem Plan. So soll es gelingen, mit zehn Prozent weniger Maschinen nur vier Prozent weniger Flugleistung anzubieten.

Modernisierung

Die Vertriebskanäle werden modernisiert. Künftig sollen mehr Tickets über Internet-Reiseportale verkauft werden.

Einsparungen

In der Verwaltung, beim Einkauf und in der Flugabwicklung sollen die Kosten gesenkt werden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Ohne_Lauda_besser

03.01.2013, 15:46 Uhr

Lauda ist ein Schwätzer und bei Formel-1 und RTL-Interviews besser aufgehoben als bei Air Berlin. Also: Für das Unternehmen ist sein Abgang im Aufsichtsrat ein Gewinn und kein Verlust!

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