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04.02.2012

15:33 Uhr

Facebook-Börsengang

Zuckerberg muss 1,5 Milliarden Dollar Steuern zahlen

Wenn das soziale Netzwerk Facebook an die Börse geht, muss sein Gründer Mark Zuckerberg ordentlich Steuern zahlen - und zwar nicht zu knapp. Rund 1,5 Milliarden würden an den Fiskus gehen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg muss wohl nicht wenig Steuern zahlen, sobald sein Unternehmen an die Börse geht. dapd

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg muss wohl nicht wenig Steuern zahlen, sobald sein Unternehmen an die Börse geht.

FrankfurtFacebook-Gründer Mark Zuckerberg droht möglicherweise ein Steuerbescheid von rund 1,5 Milliarden Dollar. Die Summe könnte fällig werden, wenn er wie geplant 5 Milliarden Dollar (3,8 Milliarden Euro) Gewinn aus Aktienoptionen realisiert, die er 2005 in seiner Position als Facebook-Geschäftsführer erhalten hatte. Zuckerberg werde die Optionen vor dem für Mai erwarteten Börsengang in Anspruch nehmen, teilte Facebook mit, ohne eine Summe zu nennen. Um seine Steuerrechnung zu bezahlen, werde er einige seiner sonstigen Anteile verkaufen, hieß es.

Der Gewinn aus den sogenannten „nicht qualifizierten“ Aktienoptionen müsse als Einkommen mit dem Maximalsteuersatz von 35 Prozent versteuert werden, sagte der US-Finanzexperte John Barcal der „Financial Times“. Die Erlöse aus dem Verkauf seiner auf 22 Milliarden Dollar taxierten sonstigen Anteile an Facebook dagegen nur als Kapitalertrag. Zehn Prozent seines Gewinns müsste Zuckerberg an den Staat Kalifornien zahlen, diese dürfte er laut Barcal aber auf den von der Bundesbehörde präsentierten Steuerbescheid anrechnen.

Derzeit liegt der Preis der Facebook-Anteile bei fast 40 Dollar pro Aktie. Damit könnte Zuckerberg über 4,8 Milliarden mit seinen Optionen machen. Sein Gewinn würde auf sechs Milliarden Dollar steigen, sollte Facebook bei seinem Börsengang das von einigen Analysten vorausgesagte Ziel von einem Börsenwert von 100 Milliarden Dollar erreichen.

Von

dapd

Kommentare (6)

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stb

04.02.2012, 19:45 Uhr

Das war dann wieder einmal die "Besten-Dank" Abschlussmaschine vom Samstag-Abend. Ohne den Benutzernamen beachtet zu haben wußte ich beim durchgelesenen Text, WER diesen geschrieben hat. Eben: Abschluss immer: "Besten-Dank". Klingt sehr resigniert. Können Sie keine Steuern mehr von Ihren Steuersündern eintreiben?..

kuac

04.02.2012, 21:38 Uhr

Es wird schon einen Weg finden lassen, damit Herr Zuckerberg nicht den Betrag zahlen muss. Nur die Dummen zahlen Steuer. Ein superreicher republikanischer Präsidentschaftskandidat der USA zahlt auch nur 15% Steuer.

Machtmensch

05.02.2012, 01:06 Uhr

Was Facebook kann , kann jeder . Es ist nur eine Frage der Zeit bis ein Produkt kommt welches den Menschen weniger vordiktiert . Aufgefallen . Sind sie erst einmal User , sagt ihnen Facebook was sie zu tun haben und was sie dürfen . Facebook macht sich zur großen Mama .

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