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25.01.2013

06:56 Uhr

Facebook-Gründer

Zuckerberg mischt sich in die Politik ein

VonNils Rüdel

Mark Zuckerberg wird zum politischen Gönner: Der Facebook-Gründer will eine Spendengala abhalten – für den konservativen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie. Ungewöhnlich für das linksliberale Silicon Valley.

(Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (links) will eine Spendengala organisieren – für den republikanischen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie. AFP

(Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (links) will eine Spendengala organisieren – für den republikanischen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie.

New YorkGeht es um die große Politik, klafft quer durch die amerikanische Unternehmenslandschaft traditionell ein tiefer Graben. Wer etwa als hoffnungsvoller Kandidat der Republikaner Geld für seine Kampagne braucht, wendet sich eher an die Großindustrie und die Wall Street. Demokraten dagegen gehen gerne nach Hollywood – oder ins Silicon Valley.

In der glitzernden Welt der Jungunternehmer und coolen Startups zahlt man gerne: Die Google-Mitarbeiter etwa gaben 97 Prozent ihrer Spenden laut Federal Election Commission für die Wiederwahl von Barack Obama aus – das macht rund 700.000 Dollar für den Demokraten, während der Republikaner Mitt Romney nur 25.000 bekam. Ähnlich verteilten sich die Spenden bei Apple, Ebay oder Microsoft. Auch das Wahlergebnis war eindeutig: Im Großraum San Francisco holte Obama mehr als 80 Prozent der Stimmen.

Nun bricht einer der größten Stars des Silicon Valley überraschend aus dem alten Schema aus: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will kommenden Monat in seinem Haus in Palo Alto eine Spendengala organisieren – für den republikanischen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie. Zuckerberg sei ein „guter Freund“, sagte Christie gut gelaunt am Donnerstag. „So wie ich es verstanden habe, ist es die erste Spendenaktion, die er jemals für einen Politiker ausgerichtet hat“.

Christie, ein stramm konservativer Haudrauf, tritt in diesem Jahr zur Wiederwahl in seinem Bundesstaat an und kann deshalb Spenden dringend gebrauchen. Der füllige Gouverneur gilt zudem als einer der aussichtsreichsten Kandidaten der Republikaner für die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016.

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Er genießt hohe Sympathiewerte wegen seines Krisenmanagements nach dem Hurrikan Sandy, der vergangenes Jahr die Küste New Jerseys verwüstet hatte. Christie gilt aber auch als unabhängiger Kopf: Nach Sandy und nur Tage vor der Wahl hatte er Obama für dessen Reaktion auf den Sturm überschwänglich gelobt. Zudem fiel er kürzlich über seine eigenen Parteifreunde in Washington her, weil sie mit Katastrophenhilfe geizten.

Kommentare (4)

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Ofelas

25.01.2013, 07:24 Uhr

Zukerberg will halt den Klub erhalten

Hagbard_Celine

25.01.2013, 08:53 Uhr

Korrekt.

"You know what they want? Obedient workers ­ people who are just smart enough to run the machines and do the paperwork but just dumb enough to passively accept all these increasingly shixxier jobs with the lower pay, the longer hours, reduced benefits, the end of overtime and the vanishing pension that disappears the minute you go to collect it. And, now, they're coming for your Social Security. They want your fuxxing retirement money. They want it back, so they can give it to their criminal friends on Wall Street. And you know something? They'll get it. They'll get it all, sooner or later, because they own this fuxxing place. It's a big club, and you ain't in it. You and I are not in the big club."

G. Carlin

mon_y.burns@dynip.name

25.01.2013, 09:04 Uhr

Versuch der Errichtung eines Quasi-Monopols mit Unterstützung korrupter GEZ-Medien?

http://central.banktunnel.eu/20130125-ca-0800-facebook-betrug.jpg

http://www.facebook.com/maximilian.baehring.9/

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