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01.04.2014

10:15 Uhr

Fach- und Führungskräfte

Chancen in der Pharmabranche

Die Pharmaindustrie gilt als krisensicheres Arbeitsumfeld. Wer sich in dieser Branche positionieren möchte, hat aktuell die besten Jobperspektiven im Raum Hessen. Der Bereich Biotechnologie gewinnt ebenso an Bedeutung.

Die Pharmabranche ist ein krisensicheres Arbeitsfeld. Foto: dpa dpa

Die Pharmabranche ist ein krisensicheres Arbeitsfeld. Foto: dpa

KölnInnerhalb der Gesundheitswirtschaft gilt die Pharmaindustrie als Stabilitätsanker. Im Jahr 2012 setzte die pharmazeutische Industrie nach Angaben des vfa (Verband forschender Arzneimittelhersteller e.V.) knapp 42 Milliarden Euro um. Das sind 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auch die Beschäftigung in diesem Bereich nimmt zu. Im Branchenportrait 2013 des vfa und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln heißt es: „Mit etwas über 110.000 Menschen arbeiteten 2012 rund vier Prozent mehr Menschen in der Pharmabranche als im Vorjahr beziehungsweise fast sieben Prozent mehr als noch 2010“. Das Jobangebot im Segment Forschung und Entwicklung ist generell überschaubar. Nach einer Auswertung des Handelsblatt Jobturbos machen freie Stellen hier mit einem Anteil von rund 1,6 Prozent lediglich einen Bruchteil des Gesamtstellenmarkts aus. Seit Anfang des Jahres nimmt das Stellengebot jedoch wieder Fahrt auf (Vgl. Grafik Arbeitsmarkt Forschung & Entwicklung).

Seit Anfang des Jahres steigt die Nachfrage nach Personal in der Pharmabranche. Quelle: Handelsblatt Jobturbo

Seit Anfang des Jahres steigt die Nachfrage nach Personal in der Pharmabranche. Quelle: Handelsblatt Jobturbo

Die Auswertung basiert auf einer Analyse der Stellenangebote für Fach- und Führungskräfte der bundesweit bedeutendsten Stellenbörsen, Zeitungen und Karriereportale der Top-Unternehmen.
Selbst Krisenzeiten wie zuletzt im Jahr 2009 können der Pharmabranche wenig anhaben. Im Unterschied zu anderen Berufsfeldern gilt die Forschung zudem als konjunkturunabhängig. Investiert wird langfristig - klinische Studien zum Beispiel dauern ihre Zeit. Im Kontext des demografischen Wandels und der zunehmenden Lebenserwartung der Menschen wird sich an der positiven Entwicklung auch in Zukunft nicht viel ändern.

Schritte zu Ihrem Traumjob

Die Firma wechseln

Wenn Ihr Beruf gut zu Ihnen passt und das Richtige für Sie ist und Ihre Unzufriedenheit daher kommt, dass Ihre Lebensmotive sich nicht mit der Philosophie Ihres Arbeitgebers in Einklang bringen lassen, machen Sie den gleichen Job in einem Unternehmen oder einer Branche, die besser zu Ihnen passt!

(Quelle: Angelika Gulder, „Finde den Job, der dich glücklich macht“)

Die Umstände verändern

Wenn das Unternehmen, in dem Sie beschäftigt sind, wunderbar zu Ihnen passt, Sie aber mit Ihrer Tätigkeit nicht mehr zufrieden sind, könnten Sie versuchen, in Ihrem aktuellen Job mehr von Ihrer Berufung zum Ausdruck zu bringen oder innerhalb des Unternehmens, wenn es möglich ist, eine neue Stelle zu finden. Und wenn Sie sich zum Beispiel mehr Internationalität wünschen, fragen Sie nach, ob Sie für Ihr Unternehmen einige Zeit ins Ausland gehen können!

Die Stufe wechseln

Möglicherweise ist Ihnen klar geworden, dass Sie nur unzufrieden sind, weil Sie eigentlich schon lange einen Schritt auf der Karrieretreppe nach oben gehen wollten, sich aber bisher immer mit dem zweiten Platz zufrieden gegeben haben. Jetzt möchten Sie mehr Verantwortung und sind sicher, dass Sie auf die nächste Ebene gehören. Dann machen Sie den nächsten Karriereschritt!

Den Beruf wechseln

Vielleicht haben Sie auch erkannt, dass Sie dort, wo Sie sind, nicht hingehören. Nicht in das Unternehmen, die Branche, die Tätigkeit und zu den Menschen, die Sie umgeben. Dann hilft nur eins: Ein Neustart! Machen Sie eine Weiterbildung, bewerben Sie sich als Quereinsteiger auf Ihren Traumjob oder machen Sie sich mit einer Idee, die zu Ihnen und Ihrer Berufung passt, selbstständig!

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind rund 900 Unternehmen in der Pharmaindustrie gemeldet. Für Bewerber in diesem Bereich ist derzeit das Gebiet zwischen Rhein, Main und Neckar interessant. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gehört die Region Südhessen zu den innovativsten: Neben der starken  Ausrichtung auf wissensintensive Geschäftsfelder weist die Region außerdem besonders in der Hochtechnologie eine hohe Gründungsdynamik auf.

Amtliche Statistiken belegen: Wo bundesweit 12,2 von 1.000 Beschäftigten in Forschung und Entwicklung tätig sind, sind es in Südhessen 45,1 Prozent. Nicht nur die in Darmstadt ansässige Merck KGaA ist hier ein möglicher Arbeitgeber. Überwiegend viele kleine und mittelständische Unternehmen formen die Branche. Gute Chancen haben Jobsuchende auch in Baden Württemberg und Bayern. Insbesondere in den Ballungsräumen München und Stuttgart schreibt die Pharmabranche neue Stellen aus (Quelle: Handelsblatt Jobturbo).

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