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30.01.2015

10:08 Uhr

Fahrdienst Uber

Vergewaltigungsopfer in den USA verklagt Uber

Eine Frau, die in Neu Delhi von einem Fahrer des Dienstleisters Uber vergewaltigt wurde, verklagt das Unternehmen in den USA. Für sie stellt Uber „Profitstreben über die Sicherheit der Passagiere“.

Der Fahrdienstvermittler Uber ist von einem indischen Vergewaltigungsopfer auf Schadensersatz verklagt worden. dpa

Klage gegen Fahrdienst

Der Fahrdienstvermittler Uber ist von einem indischen Vergewaltigungsopfer auf Schadensersatz verklagt worden.

Neu DelhiEine Frau, die in Neu Delhi von einem Uber-Fahrer vergewaltigt worden sein soll, hat den Fahrdienstvermittler in den USA verklagt. Uber stelle sein Profitstreben über die Sicherheit der Passagiere, heißt es laut der indischen Nachrichtenagentur IANS in der Anzeige. Die Inderin fordere auch eine Entschädigung von Uber, berichtete IANS am Freitag weiter.

Uber ging in einem ersten Statement nicht direkt auf die Klage ein. „Unser tiefes Mitgefühl gilt dem Opfer dieses entsetzlichen Verbrechens. Wir kooperieren in vollem Umfang mit den Behörden, um sicherzustellen, dass der Täter seine Strafe erhält“, hieß es. Gegen den mutmaßlichen Täter läuft ein Verfahren in Indien. Er soll die 27-Jährige im November in seinem Taxi vergewaltigt haben.

Uber wurde daraufhin in ganz Indien verboten. Seit vergangener Woche sind von Uber vermittelte Fahrer wieder auf den Straßen Neu Delhis unterwegs. Sie nutzen dafür eine andere Vermittlungsfirma namens Pooch-O. Indien ist nach den USA der größte Markt für das rapide expandierende Unternehmen aus San Francisco.

Kampf um die Fahrgäste

Taxigewerbe unter Druck

Für das Taxigewerbe war die Konkurrenz lange überschaubar – die Firmen konkurrierten nur untereinander. Doch derzeit geraten viele Unternehmen unter Druck. Neue Konkurrenz aus dem Internet reißt immer mehr Lücken in das klassische Geschäftsmodell. Ein Überblick.

MyTaxi schaltet Zentrale aus

Mit Apps wie MyTaxi können sich Passagiere ein Taxi finden, ohne dass ein Anruf in der Zentrale nötig wäre. Den Fahrern geht also kein Geschäft verloren, aber den Vermittlern. Die Taxizentralen versuchen mit einer eigenen App, sich die Konkurrenz vom Leib zu halten.

Uber buhlt direkt um die Gäste

Dienste wie Uber konkurrieren direkt mit den Taxiunternehmen um die Gäste. Das Start-up, das mit Google einen potenten Investor hat, betreibt selbst keine Wagen, sondern agiert als Vermittler, der eigenständigen Fahrern eine technische Plattform bietet. Damit wälzt es die Verantwortung ab: Für die Einhaltung der Bestimmungen sind die Fahrer zuständig. Viele Städte halten dieses Modell für unzulässig.

RideWith verbindet Fahrer und Mitfahrer

RideWith ist eine App des Google-Dienstes Waze und startet in Israel: Die Applikation soll Fahrer auf dem Weg zur Arbeit und zurück mit Mitfahrern verbinden. Waze erstellt Routen-Anweisungen auf Grundlage von Informationen der Nutzer über den Verkehrsfluss.

Carsharing als Alternative

Wer nach einem Kneipenabend nach Hause fahren will, kann natürlich nicht selbst fahren. In anderen Fällen sind Carsharing-Dienste aber durchaus eine Alternative. In den Großstädten wird das Netz an Fahrzeugen immer dichter, so dass Nutzer es nicht weit haben. Gerade an Bahnhöfen ist das Angebot groß.

Für Indien hat Uber nach eigenen Angaben nun neue Sicherheitsstandards eingeführt. Alle Fahrer müssten Uber ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Außerdem werde die App einen Notruf-Knopf bekommen.

Von

dpa

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