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01.08.2015

04:47 Uhr

Fahrdienstvermittler

Uber testet neue Höhen

VonAxel Postinett

Eine neue Finanzierungsrunde hat sich für Uber scheinbar schwer gelohnt: Der Fahrdienstvermittler soll nun knapp über 50 Milliarden Dollar wert sein. Investoren kommen unter anderem aus Indien - Ubers größten Markt nach den USA.

Umstrittener Fahrdienstvermittler: Das US-Unternehmen erhielt in einer neuen Finanzierungsrunde wieder hohe Summen von Investoren. ap

Uber

Umstrittener Fahrdienstvermittler: Das US-Unternehmen erhielt in einer neuen Finanzierungsrunde wieder hohe Summen von Investoren.

San FranciscoNach Informationen des Wall Street Journals sicherte sich der Fahrdienstvermittler Uber aus San Francisco eine weitere Finanzierungsrunde über rund eine Milliarde Dollar. Die Bewertung soll bei 50 Milliarden Dollar gelegen haben. Damit wäre Uber nach Facebook das zweite New Economy-Unternehmen, das noch vor einem Börsengang dieses Niveau erreicht. Zu den Investoren bei dieser späten Runde soll unter anderem Microsoft gehören.
Bloomberg berichtete am Freitag Abend US-Zeit, die Verhandlungen seien noch nicht offiziell abgeschlossen, bestätigte aber das Interesse Microsofts. Microsoft hatte sich kurz vor dem Börsengang auch an Facebook beteiligt.

Kampf um die Fahrgäste

Taxigewerbe unter Druck

Für das Taxigewerbe war die Konkurrenz lange überschaubar – die Firmen konkurrierten nur untereinander. Doch derzeit geraten viele Unternehmen unter Druck. Neue Konkurrenz aus dem Internet reißt immer mehr Lücken in das klassische Geschäftsmodell. Ein Überblick.

MyTaxi schaltet Zentrale aus

Mit Apps wie MyTaxi können sich Passagiere ein Taxi finden, ohne dass ein Anruf in der Zentrale nötig wäre. Den Fahrern geht also kein Geschäft verloren, aber den Vermittlern. Die Taxizentralen versuchen mit einer eigenen App, sich die Konkurrenz vom Leib zu halten.

Uber buhlt direkt um die Gäste

Dienste wie Uber konkurrieren direkt mit den Taxiunternehmen um die Gäste. Das Start-up, das mit Google einen potenten Investor hat, betreibt selbst keine Wagen, sondern agiert als Vermittler, der eigenständigen Fahrern eine technische Plattform bietet. Damit wälzt es die Verantwortung ab: Für die Einhaltung der Bestimmungen sind die Fahrer zuständig. Viele Städte halten dieses Modell für unzulässig.

RideWith verbindet Fahrer und Mitfahrer

RideWith ist eine App des Google-Dienstes Waze und startet in Israel: Die Applikation soll Fahrer auf dem Weg zur Arbeit und zurück mit Mitfahrern verbinden. Waze erstellt Routen-Anweisungen auf Grundlage von Informationen der Nutzer über den Verkehrsfluss.

Carsharing als Alternative

Wer nach einem Kneipenabend nach Hause fahren will, kann natürlich nicht selbst fahren. In anderen Fällen sind Carsharing-Dienste aber durchaus eine Alternative. In den Großstädten wird das Netz an Fahrzeugen immer dichter, so dass Nutzer es nicht weit haben. Gerade an Bahnhöfen ist das Angebot groß.

Uber hatte am Donnerstag angekündigt, in den kommenden neun Monaten eine Milliarde Dollar in Indien zu investieren. Das Land ist inzwischen der größte Markt für die Amerikaner nach den USA.

Uber wolle in Indien bis März 2016 eine Million Fahrten täglich vermitteln und den bisherigen Marktführer Ola überrunden. Indien und China, wo Uber eine ähnlich hohe Summe investieren will, gehören zu den Regionen mit dem potenziell stärksten Wachstum für den Internet-Vermittler, der in vielen Ländern mit Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen hat.

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