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29.04.2015

00:18 Uhr

Fahrtdienstvermittler

Uber auch in Portugal gestoppt

Fahrtdienstvermittler Uber hat es nicht einfach - in immer mehr Ländern stoppen Gerichte den Betrieb des Unternehmens: Nach einer Klage des Taxiverbandes Antral nun auch in Portugal, nicht einmal ein Jahr nach Start.

Das Uber-Logo am Headquarter in San Francisco: Der Fahrdienstvermittler hatte erst im Juli seinen Betrieb in Portugal aufgenommen. Nun hat ein Gericht das Unternehmen gestoppt. ap

Das Uber-Logo am Headquarter in San Francisco: Der Fahrdienstvermittler hatte erst im Juli seinen Betrieb in Portugal aufgenommen. Nun hat ein Gericht das Unternehmen gestoppt.

LissabonDer umstrittene Taxi-Konkurrent Uber muss jetzt auch in Portugal den Betrieb einstellen. Das Zivilgericht in Lissabon habe am Dienstag einer entsprechenden Klage des Taxiverbandes Antral stattgegeben, wie Antral mitteilte. Der Fahrtdienstvermittler müsse ab sofort den Transport von Passagieren aufgeben und seine Homepage schließen, heißt es in dem vom Verband veröffentlichten Gerichtsurteil.

Antral hatte gegen Uber wegen unlauteren Wettbewerbs und Verstößen gegen das Personenbeförderungsgesetz geklagt. „Das ist ein großer Sieg, der Sieg eines Rechtsstaates“, jubelte Antral-Präsident Florêncio Almeida.

Zahlen zum Taxigewerbe in Deutschland

Fahrgäste

423 Millionen Menschen haben sich im Jahr 2013 in Deutschland von einem Taxi oder Mietwagen fahren lassen. Rund 2845 Millionen Personenkilometer kamen so zustande, keine Steigerung mehr im Vergleich zu den Vorjahren.

Anbieter

53.554 Taxis teilten sich im Jahr 2012 mit fast 36.000 Mietwagen einen Umsatz von 4,22 Milliarden Euro. Vier Jahre zuvor waren es erst 49.992 Taxis und 29.898 Mietdroschken. Nur 14,6 Prozent der Taxibetriebe hatten mehr als zwei Wagen.

Hier fahren die meisten Taxis

Deutsche Taxihauptstadt ist Berlin mit fast 9000 Taxen und Mietwagen. Die Messestadt Frankfurt hat allerdings die höchste Taxidichte, auf ein Taxi kommen hier nur 404 Einwohner. In Dresden müssen 1082 Menschen die Dienstleistung eines Taxis teilen.

Erst Ende 2014 war Uber unter anderem in den Niederlanden, Spanien und Frankreich durch gerichtliche Entscheidungen gestoppt worden. In Portugal forderte die Justiz die Telekomkonzerne nun auf, ihre Dienste für den Fahrtdienstvermittler sofort einzustellen.

Bei Missachtung des Gerichtsurteils muss Uber für jeden Tag 10.000 Euro Strafe zahlen. Der für Portugal zuständige Firmen-Sprecher Rui Bento sagte allerdings der Zeitung „Público“, man habe noch keinen Bescheid der Justiz bekommen. Das US-Unternehmen aus San Francisco, das Fahrten über eine Homepage und eine Smartphone-App vermittelt, hatte den Betrieb in Portugal im vergangenen Juli aufgenommen.

Von

dpa

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