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15.01.2007

11:31 Uhr

Familienunternehmen

Beiräte setzen sich durch

VonBert Fröndhoff

Nicht alle Familienunternehmen müssen einen Beirat einsetzen, doch immer mehr machen dies freiwillig. Die Erkenntnis, ein professionell besetztes Gremium zur Kontrolle und als Mitentscheider zu haben, setzt sich offenbar durch.

DÜSSELDORF. Nach Daten einer von Intes, der WHU und der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer erstellten Studie hat bereits jedes zweite Familienunternehmen einen Beirat, ein deutlicher Sprung gegenüber früheren Umfragen. Viele Firmen gaben an, ein solches Gremium bald zu installieren.

Ob ein Beirat wirklich etwas bringt, hängt von der Qualität seiner Mitglieder und von den Befugnissen ab. Lange waren Beiräte recht zahnlose Tiger - dies ändert sich im Zuge der Corporate-Governance-Diskussion. Beim sauerländischen Familienunternehmen Wrede Industrieholding beispielsweise hat der Beirat Kompetenzen, die dem eines Aufsichtsrats einer AG nahe kommen - bis hin zur Entscheidungsgewalt in Personalfragen. Der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Wrede legt Wert darauf, dass in dem Gremium eine unabhängige Sicht von außen gewährleistet ist. Der Beirat von Wrede besteht daher aus drei fremden Unternehmern, die überwiegend selbst aus Familienfirmen kommen.

Damit ein Beirat professionell arbeiten und unabhängig kontrollieren kann, sollte er aus Sicht von Experten neben den Vertretern der Familie mehrere unabhängige Externe haben, von denen möglicherweise sogar einer den Vorsitz stellt. Gut geeignet sind Vertreter aus anderen Familienunternehmen wie im Fall Wrede. Bei Vertretern mit geschäftlichen Eigeninteressen, etwa für das Unternehmen tätigen Beratern oder Bankern, mahnen viele Experten allerdings zur Vorsicht.

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