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11.03.2004

07:00 Uhr

Ferrari-Chef soll Italiens Arbeitgeberpräsident werden

Montezemolo krönt seine Karriere

VonMarcello Berni (Handelsblatt)

Ihm wird zugetraut, jene Lücke auszufüllen, die im vergangenen Jahr durch den Tod von Gianni Agnelli gerissen wurde. Deshalb werden die italienischen Unternehmer am heutigen Donnerstag Luca Cordero di Montezemolo zu ihrem neuen Präsidenten nominieren.

HB MAILAND. Der 56-jährige Boss der Sportwagenschmiede Ferrari tritt so in die Fußstapfen des „Avvocato“, seines väterlichen Freundes, der auch einmal Arbeitgeberpräsident war, und krönt seine Karriere.

Der Kampf um den Vorsitz des Unternehmerverbandes Confindustria ist ähnlich verlaufen wie die letzten Formel-1-Rennen für Schumis feuerroten Ferrari: Ohne je seinen Gegner Nicola Tognana, einen Mittelständler aus dem Veneto, ernsthaft fürchten zu müssen, hat Montezemolo einen Durchmarsch hingelegt.

Auf den noch immer jugendlich wirkenden Vater dreier Kinder kommt eine neue delikate Aufgabe zu: Nachdem der studierte Jurist in 13 Jahren den Mythos Ferrari mit etlichen Formel-1-Siegen und guten Verkaufszahlen wiederbelebt hat, soll er nun die zerstrittenen und durch die jüngsten Krisen (Fiat) und Skandale (Parmalat) verunsicherten Unternehmer des Landes einen und vertreten. Mit 113 000 Mitgliedern und 105 Unterorganisationen, der wichtigsten Wirtschaftstageszeitung des Landes (sole24ore) und einem enormen Einfluss auf die Römer Politik gilt die Confindustria als einer der mächtigsten Industriellenverbände der Welt.

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