Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.01.2014

09:39 Uhr

Finanzbranche

Von der UBS auf Pferdewetten umgesattelt

Michael Reichstein hat seinen Schreibtisch im Private-Banking-Bereich der UBS aufgegeben und umgesattelt: Mit Pferderennen bestreitet er nun seinen Lebensunterhalt – und das sogar ertragreich.

Ein Pferderennen in der Schweiz: Reichstein verbringt seine Nachmittage damit, Geld auf Verlierer-Pferde bei begehrten britischen Rennbahnen wie Kempton Park oder Wolverhampton zu platzieren. dpa

Ein Pferderennen in der Schweiz: Reichstein verbringt seine Nachmittage damit, Geld auf Verlierer-Pferde bei begehrten britischen Rennbahnen wie Kempton Park oder Wolverhampton zu platzieren.

ZürichNach mehr als 20 Jahren in der Finanzbranche hat der Schweizer Banker Michael Reichstein seinen Sachen gepackt und sich stattdessen Pferderennen als neuem Lebensunterhalt zugewandt.

Der 46-Jährige gab seine Arbeitsstelle im Private Banking der UBS in Zürich auf, wo er reiche Kunden in Ländern von Jordanien bis zum Libanon beriet. Im Jahr 2011 begann er damit, Wetten auf britische Pferderennen anzubieten. Sein in Gibraltar angesiedelter Dienst konzentriert sich dabei auf Wetten, dass ein Pferd ein Rennen nicht gewinnt.

Größte Vermögensverwalter 2012

Platz 1

Bank of America (USA)

1800 Milliarden Dollar

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking

Platz 1

Morgan Stanley (USA)

1800 Milliarden Dollar

Platz 3

UBS (Schweiz)

1747 Milliarden Dollar

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1200 Milliarden Dollar

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

862 Milliarden Dollar

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

647 Milliarden Dollar

Platz 7

HSBC (Großbritannien)

398 Milliarden Dollar

Platz 8

Deutsche Bank (Deutschland)

387 Milliarden Dollar

Platz 9

Raymond James Financial (USA)

398 Milliarden Dollar

Platz 10

BNP Paribas (Frankreich)

349 Milliarden Dollar

„Sehr reiche Privatkunden mögen den Ansatz. Sie sagen, die Sache steht in keiner Korrelation zu irgendetwas anderem“, sagt er im Interview, bei dem er sportliche Hosen und einen Kapuzenpulli trägt. Er verbringt seine Nachmittage damit, Geld auf Verlierer-Pferde bei begehrten britischen Rennbahnen wie Kempton Park oder Wolverhampton zu platzieren.

Sein Wett-Service gehört zu einer Reihe von neuen Geschäftsmodellen, die mit Pferderennen in Verbindung stehen. So gibt es unter anderem auch Fonds, die Pferde kaufen oder verkaufen. Investoren wird so eine Alternativen zu traditionellen Anlagen wie Aktien, Anleihen oder Gold geboten. Das gelbe Edelmetall war vergangenes Jahr im Preis um 28 Prozent eingebrochen.

Reichstein, der um 5 Uhr zum Ausritt mit einem seiner sechs Pferde aufsteht, hat nach eigenen Angaben mit den Wetten in 2013 einen Ertrag von 6 Prozent erzielt.

Für Pferde-Investoren gibt es derzeit nach einer langen Durststrecke erstmals wieder eine Rally. In den USA ist der Verkauf von Vollblütern vergangenes Jahr erstmals seit 2008 über 900 Millionen Dollar gestiegen, wie Daten des Marktbeobachters Bloodhorse.com belegen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×