Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.12.2012

08:07 Uhr

Finanzinvestor verkauft

Killerwale kommen an die Börse

Jährlich kommen 24 Millionen Gäste in die Seaworld-Vergnügungsparks in den USA. Was Touristen gefällt, soll jetzt auch Aktienanleger begeistern. Ein Finanzinvestor verkauft die Freizeitparks und Aquarien mit Killerwalen.

Killerwal-Show im Seaworld-Vergnügungspark in Orlando. dapd

Killerwal-Show im Seaworld-Vergnügungspark in Orlando.

DüsseldorfVor drei Jahren hatte der Brauerei-Konzern Anheuser-Busch InBev („Budweiser“) von einem Randgeschäft getrennt: Die Vergnügungsparks der Firma gingen an den Finanzinvestor Blackstone. Jetzt will der Käufer von damals Kasse machen und die berühmten Killerwal-Aquarien in Orlando, San Antonio und San Diego an die Börse bringen (Börsenprospekt in der SEC-Datenbank). Zum Portfolio von Seaworld Entertainment gehören auch andere Vergnügungsparks – unter anderem ein mit Lizenz betriebene, zwischen New York und Philadelphia gelegene Attraktion auf Basis der „Sesamstraße“.

Blackstone will mindestens 500 Millionen Dollar einstreichen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei Beteiligte an dem Verfahren. Details über den Aktienpreis oder die Zahl der Aktie sind noch nicht bekannt gegeben worden. An der Börse platziert werden die Papiere von bekannten Großbanken wie Goldman Sachs, JP Morgan oder Citi.

In den ersten neun Monaten des Jahres hat Seaworld Entertainment einen Umsatz von 1,16 Milliarden Dollar (875 Millionen Euro) erzielt und damit fast acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn habe 86 Millionen Dollar betragen nach 50 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Die größten Freizeitparks Europas

Platz 10

Thorpe Park, Großbritannien - 1,90 Millionen Besucher

Platz 9

Legoland Windsor, Großbritannien - 1,90 Millionen Besucher

Platz 8

Alton Towers, Großbritannien - 2,60 Millionen Besucher

Platz 7

Gardaland, Italien - 2,85 Millionen Euro

Platz 6

Liseberg, Schweden - 2,90 Millionen Besucher

Platz 5

Portaventura, Spanien - 3,52 Millionen Besucher

Platz 4

Tivoli Gardens, Dänemark - 3,96 Millionen Besucher

Platz 3

De Efteling, Niederlande - 4,13 Millionen Besucher

Platz 2

Europa-Park, Deutschland - 4,5 Millionen Besucher

Platz 1

Disneyland, Frankreich + Walt Disney Studios, Frankreich (zusammen 15,7 Millionen Besucher)

Die gesamte Vergnügungsparkbranche in den USA habe im Jahr 2011 einen Umsatz von elf Milliarden Dollar erzielt. Platzhirsch ist der Disney-Konzern. Das jährliche Branchenwachstum habe in den vergangenen neun Jahren durchschnittlich drei Prozent betragen.

Laut Seaworld-Börsenprospekt vereinen die Vergnügungsparks des Unternehmens 93 Tier-Attraktionen, 193 Fahrgeschäfte und 113 Live-Shows. Insgesamt 28 Killerwale beheimaten die Aquarien – und etwa 60.000 Fische. Dem Unternehmen sei 1985 die erste Geburt eines Killerwals in menschlicher Obhut gelungen.

Freizeitpark-Boom

Immer größer, immer schneller

Freizeitpark-Boom: Immer größer, immer schneller

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Von

mdo

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×