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06.06.2013

11:31 Uhr

Finanzmakler

MLP: Zu verteilender Kuchen wird nicht größer

Der MLP-Chef stimmt seine Aktionäre bei der Hauptversammlung auf ein weiteres verhaltenes Geschäftsjahr ein: Viele Anleger seien zu Sparern geworden, heißt es, und das lasse sich nicht auf Knopfdruck ändern.

Zentrale des Finanzdienstleisters Marschollek, Lautenschläger und Partner (MLP) in Wiesloch: 2013 wird ein verhaltenes Geschäftsjahr. dpa

Zentrale des Finanzdienstleisters Marschollek, Lautenschläger und Partner (MLP) in Wiesloch: 2013 wird ein verhaltenes Geschäftsjahr.

StuttgartDer Finanz- und Versicherungsmakler MLP rechnet auch im laufenden Jahr nicht mit einer Trendwende im flauen Anlagegeschäft. Nach wie vor setzten viele Privatanleger auf Liquidität, sagte MLP-Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Mannheim. „Aus vielen Anlegern sind Sparer geworden“, sagte der Manager. In weiten Teilen habe MLP diese Zurückhaltung 2012 auch bei privaten Großvermögen und institutionellen Anlegern gesehen. Trotz der steigenden Bedarfs für die private Altersvorsorge ließen sich die Märkte „nicht auf Knopfdruck ändern“, warb der MLP-Chef um Verständnis bei den Anlegern. MLP erwarte weiterhin eine Zurückhaltung vor allem bei langfristigen Anlagen.

„Der Kuchen für unsere Branche wird also zumindest 2013 nicht größer“, stimmte Schroeder-Wildberg die Anteilseigner auf ein weiteres verhaltenes Geschäftsjahr bei MLP ein. Der auf Hochschulabgänger und solvente Kunden spezialisierte Finanzmakler kämpft bereits seit 2008 mit verhaltener Nachfrage nach Renten-Policen – trotz anhaltender Diskussion um drohende Altersarmut. MLP betreut mit gut 2000 Beratern rund 820.000 Privat- und Firmenkunden und kassiert für die Vermittlung von Policen und Dienstleistungen Provisionen von den Kunden beziehungsweise den Anbietern.

Von der Hauptversammlung will sich das Management am Donnerstag eine erneute Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien holen, die bislang Ende dieses Jahres ausläuft. Die neue Ermächtigung soll bis Mitte 2018 gelten. „Derzeit bestehen keine konkreten Pläne für einen Aktienrückkauf“, sagte der Vorstandschef.

Von

rtr

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