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09.03.2012

09:49 Uhr

Finanzmanager

Stanford muss 330 Millionen Dollar erstatten

Der Texaner Allen Stanford hat etliche Investoren geprellt. Ihnen muss er nun 330 Millionen Dollar zurückbezahlen. Stanford hatte ein Pyramidensystem geschaffen und Anleger um Milliarden betrogen.

Allen Stanford beim Gericht in Houston. dapd

Allen Stanford beim Gericht in Houston.

ChicagoDer wegen milliardenschweren Anlagebetrugs schuldig gesprochene US-Investor Allen Stanford muss seinen Opfern 330 Millionen Dollar (250 Millionen Euro) erstatten. Das von den Ermittlern beschlagnahmte Vermögen stehe den geprellten Anlegern zu, entschied eine Jury in den USA. „Das Vermögen, das die Vereinigten Staaten wiedererlangen, wird an die Opfer ausgezahlt“, beschlossen die Geschworenen.

Standford war am Dienstag schuldig gesprochen worden, Anleger durch ein Pyramidensystem um sieben Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) betrogen zu haben. Der Texaner, der mit seiner auf der Karibikinsel Antigua angesiedelten Firma demnach mehr als 30.000 Investoren aus über einhundert Ländern um ihr Geld gebracht hat, hatte auf nicht schuldig plädiert. Das Strafmaß soll im Juni verkündet werden. Seine Verteidigung kündigte an, den Schuldspruch anzufechten.

Der 61-Jährige war im Februar 2009 festgenommen worden und verbrachte wegen Fluchtgefahr die vergangenen drei Jahre im Gefängnis. Die Geschworenen erklärten Stanford nun in 13 von 14 Anklagepunkten für schuldig, darunter Betrug, Verschwörung, Geldwäsche und Behinderung der Justiz. Auf jeden der Anklagepunkte stehen Höchststrafen von bis zu 20 Jahren Haft. Der Fall ähnelt dem 50-Milliarden-Dollar-Betrug des New Yorker Finanzjongleurs Bernard Madoff, der im Sommer 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt worden war.

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Von

afp

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