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16.09.2013

19:36 Uhr

Forbes-Ranking

US-Milliardäre werden immer reicher

Amerikas Superreiche haben die Finanzkrise unbeschadet überstanden. Die meisten Milliardäre im Ranking des US-Magazins „Forbes“ haben ihre Verluste längst ausgeglichen - und neue Rekordvermögen angehäuft.

Bill Gates ist mit weitem Abstand der reichste Amerikaner. Reuters

Bill Gates ist mit weitem Abstand der reichste Amerikaner.

New YorkFünf Jahre nach dem Hochkochen der Finanzkrise geht es den US-Milliardären so prächtig wie nie. Das US-Magazin „Forbes“ schätzt das Gesamtvermögen der 400 reichsten Amerikaner auf den Rekordwert von 2 Billionen Dollar (1,5 Billionen Euro). Das sei 300 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr und mehr als doppelt soviel wie vor zehn Jahren, rechnete die Zeitschrift am Montag vor.

Zu den größten Gewinnern zählt Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dessen Vermögen sich den Angaben zufolge auf 19 Milliarden Dollar verdoppelte. Hintergrund ist ein stark gestiegener Aktienkurs des Sozialen Netzwerks, das zum Zeitpunkt der letzten Aufstellung gerade im Tief steckte. Facebook hat inzwischen sein Werbegeschäft auf Smartphones und Tablet-Computern kräftig ausgebaut und damit das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen.

Zuckerberg und sein Mitstreiter Dustin Moskovitz (5,2 Mrd Dollar) sind mit ihren 29 Jahren auch die jüngsten Milliardäre. An der Spitze der Superreichen-Liste steht dagegen weiterhin die alte Garde: Nummer eins ist und bleibt Microsoft-Gründer Bill Gates mit geschätzten 72 Milliarden Dollar vor Starinvestor Warren Buffett mit 58,5 Milliarden Dollar und Oracle-Chef Larry Ellison mit 41 Milliarden Dollar. Zuckerberg liegt auf Rang 20.

Die zehn reichsten Amerikaner

Platz 10

Michael Bloomberg - 31 Milliarden Dollar (plus 6 Milliarden Dollar)

New Yorks Bürgermeister ist mit seiner Finanzdatenagentur zum Milliardär geworden. Seit 1987 wird der 71-Jährige im Forbes-Ranking gelistet. 2010 schloss er sich einer Initiative von Bill Gates an und spendete die Hälfte seines Vermögens.

Platz 9

S. Robson Walton - 33,3 Milliarden Dollar (plus 7,2 Milliarden Dollar)

Der älteste Sohn des Gründer der Lebensmittelkette Walmart ist längst nicht der reichste unter den Erben des Supermarkt-Imperiums. Heute ist Chairman of the Board of Directors des Lebensmittelkonzerns.

Platz 8

Alice Walton - 33,5 Milliarden Dollar (plus 7,2 Milliarden Dollar)

Die Tochter des Walmart-Gründers ist eine der reichsten Frauen der Welt. Aus dem operativen Geschäft hat sie sich mittlerweile zurückgezogen - um in Texas Pferde zu züchten.

Platz 7

Jim Walton - 33,8 Milliarden Dollar (plus 6,7 Milliarden Dollar)

Auch der jüngste Sohn der Walmart-Dynastie hat es wieder ins Ranking geschafft. Auch er ist nicht im operativen Geschäft des Handelsriesen aktiv, hat jedoch die Rolle des Präsidenten bei Arvest, der größten Bank Arkansas’, inne.

Platz 6

Christy Walton & Familie - 35,4 Milliarden Dollar (plus 7,5 Milliarden Dollar)

Die Witwe des Walmart-Gründers ist Haupterbin und damit auch das reichste Mitglied des Walton-Clans. Ihr Vermögen legte im abgelaufenen Jahr auch am stärksten zu.

Platz 5

David Koch - 36 Milliarden Dollar (plus 5 Milliarden Dollar)

Der Vize-Präsident des Familienunternehmens Koch Industries machte sich auch als Präsidentschaftskandidat der Libertarian Party einen Namen. Mittlerweile ist er Republikaner.

Platz 4

Charles Koch - 36 Milliarden Dollar (plus 5 Milliarden Dollar)

Der ältere Bruder der Koch-Dynastie kommt auf ein ähnliches Vermögen. Er leitet heute die Geschicke des Öl- und Chemiekonglomerats.

Platz 3

Larry Ellison - 41 Milliarden Dollar (unverändert)

Der Oracle-Chef ist nicht nur begeisterter Segler, auch beim SAP-Konkurrenten hält er das Steuer fest in der Hand. Dabei hat der IT-Manager nie einen Hochschulabschluss gemacht.

Platz 2

Warren Buffett - 58,5 Milliarden Dollar (plus 12,5 Milliarden Dollar)

Das Anlagegenie gehört mit seinem Unternehmen Berkshire Hathaway zu den großen Gewinnern im diesjährigen Forbes-Ranking. Weltweit gilt Buffett als der viertreichste Mensch der Welt.

Platz 1

Bill Gates - 72 Milliarden Dollar (plus 6 Milliarden Dollar)

Der Microsoft-Gründer hat zwar weite Teile seines Vermögens gespendet - doch ist mittlerweile wieder der reichste Mann der Welt. 2013 konnte er sein Vermögen sogar weiter vergrößern.

Die Superreichen profitieren allgemein vom guten Lauf an den Börsen, die dank der Geldflut der Notenbanken auf immer neue Höchststände klettern, während Sparer kaum noch Zinsen für ihre Einlagen bekommen. Zudem hat sich der US-Immobilienmarkt seit der Krise erholt. Nur 30 der Superreichen auf der diesjährigen Liste hätten heute weniger Vermögen als vor einem Jahr, schrieb „Forbes“. 15 weitere seien nach einem Schrumpfen ihres Vermögens ausgeschieden.

Am Sonntag vor fünf Jahren war die US-Investmentbank Lehman Brothers zusammengebrochen, was für Schockwellen an den Märkten gesorgt hatte und in der schlimmsten Rezession der Nachkriegszeit mündete. Viele einfache Amerikaner wurden arbeitslos und verloren schlimmstenfalls ihr Haus. Auch die Börsen brachen ein. Die Superreichen hätten ihre Verluste nun wieder hereingeholt, schrieb „Forbes“. Lehman hatte sich wie viele andere Banken mit US-Hypotheken verspekuliert.

Von

dpa

Kommentare (25)

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manthra

16.09.2013, 19:52 Uhr

Und, wann endlich raffen sich die Kleinen zu einer wirksamen Revolution auf? Die lieben in Amerika offenbar zunehmend die halbwarmen, halbgaren, nicht gewürzten, einfach nur füllenden Suppenküchen. Zuletzt stand vor einigen Monaten zu lesen, dass die Amerikaner immer europäischer werden, ihren Abenteuersinn verloren bzw. aufgegeben haben zu Gunsten des fettanreichernden TV-Konsums mit Chips, selbst redend in nationalökononomischem Narzismus: Coca-Cola und noch gelb-verdünntem Beer, - eine Nation geht zu Grunde. Die offiziellen Zahlen sind nicht leuchtende Nebelkerzen!

Rmartin

16.09.2013, 20:20 Uhr

Bill Gates hat in seinem Privatvermögen Aktien von Monsanto und Microsoft. Über seine "Bill und Linda Gates Stiftung" und mit Hilfe anderer gesponsorter Organisationen sorgt er dafür, dass die Kinder in den Entwicklungsländern mit Computern (mit Windows-System) modern ausgebildet und die Landwirtschaft mit gentechnisch verändertem Saatgut (von Monsanto) versorgt wird. So schlägt er drei Fliegen mit einer Klappe - die eine Hälfte seines Vermögens ist dem Zugriff des amerikanischen Staates entzogen und mit der anderen Hälfte verdient er doppelt. Und er ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie selbstlos amerikanische Multimilliardäre handeln, obwohl er gleichzeitig Milliarden verdient.

Frank3

16.09.2013, 20:36 Uhr

DANK den BESTEN POLITIKERN für die UND NICHT FÜR STAATEN mit deren Völkern . . .

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