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10.12.2016

14:38 Uhr

Ford Deutschland

Bernhard Mattes räumt den Chefsessel

Nach 14 Jahren als Deutschland-Chef bei Ford wechselt Bernhard Mattes in den Aufsichtsrat. Doch der Präsident der amerikanischen Handelskammer in Deutschland hat auch weiterhin klare Vorstellungen für die Ford-Zukunft.

Die Autoindustrie war schon immer das Metier des Deutschland-Chefs von Ford. dpa

Bernhard Mattes

Die Autoindustrie war schon immer das Metier des Deutschland-Chefs von Ford.

KölnEr ist einer der dienstältesten Autochefs in Deutschland, Fan des Bundesligaclubs 1. FC Köln und fühlt sich dem rheinischen Karneval eng verbunden: Der Manager Bernhard Mattes steht seit 2002 an der Spitze der Geschäftsführung der Ford-Werke in Köln und wird Anfang 2017 seinen Posten für seinen Nachfolger Gunnar Herrmann räumen. Mattes ist ein exzellenter Kenner der Branche. Aber auch darüber hinaus, wenn es um große Themen der Zeitgeschichte geht, wie die überraschende Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA, ist er ein gefragter Interviewpartner.

Seit 2013 ist Mattes nämlich auch Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland und ein Förderer des transatlantischen Handels. Die USA seien in der globalen Welt so vernetzt, da dürften keine Barrieren entstehen, mahnte der 60-jährige Manager kurz nach der US-Wahl in einem Gespräch mit der „Kölnischen Rundschau“. Für die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen wäre eine Politik des Protektionismus nicht hilfreich.

Mattes bleibt aber ganz Realist, wenn er sagt: Ford wolle auch mit der neuen Administration wichtige Themen gemeinsam angehen – Fragen um das autonome Fahren zum Beispiel oder um Abgasregelungen. Erst vor einem Jahr hatte der Dieselskandal bei VW kein gutes Licht auf die deutschen Autobauer geworfen. Über die Manipulationen sagt Mattes heute: „Es ist wichtig, mehr Transparenz für die Verbraucher zu schaffen. Dazu gehören realitätsnahe Testverfahren“.

Die Autoindustrie war schon immer das Metier des diplomierten Ökonomen. Nach seinem Studium heuerte der gebürtige Wolfsburger, dessen Vater bei VW eine leitende Funktion bekleidet hatte, bei BMW an und sammelte Erfahrungen in verschiedenen Positionen im Vertrieb. Dann ging er Ende der 90er Jahre zur Konkurrenz nach Köln.

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