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09.11.2011

10:32 Uhr

Formel-1-Affäre

Befangenheitsantrag im Gribkowsky-Prozess

Im Prozess um die Formel-1-Affäre haben die Verteidiger von Ex-BayernLB-Chef Gribkowsky einen Befangenheitsantrag gestellt. Sie werfen dem Gericht vor, dass es ihm nicht um eine wirkliche Aufklärung der Vorwürfe gehe.

Dem früheren BayernLB-Vorstand Gribkowsky (li) wird vorgeworfen, Bestechungsgelder angenommen zu haben. dpa

Dem früheren BayernLB-Vorstand Gribkowsky (li) wird vorgeworfen, Bestechungsgelder angenommen zu haben.

MünchenIm Prozess um die Formel-1-Affäre haben die Anwälte von Ex-BayernLB-Anwalt Gerhard Gribkowsky gegen das Gericht einen Befangenheitsantrag gestellt. Das geschehe nicht, um das Verfahren zu verlängern, sondern aus Sorge um die Rechte ihres Mandanten, sagte Verteidiger Dirk Petri am Mittwoch vor dem Landgericht München.

Die Verteidiger des wegen Bestechlichkeit angeklagten ehemaligen BayernLB-Vorstands Gerhard Gribkowsky stellten einen Befangenheitsantrag gegen die drei Berufsrichter der Strafkammer. Sie hätten die Übersetzung bestimmter Urkunden aus dem Englischen zu Unrecht verweigert, sagte Petri. Gribkowsky müsse befürchten, dass es dem Gericht um den Vorsitzenden Peter Noll nicht um eine wirklichen Aufklärung der Vorwürfe gehe, sondern nur um die Beschleunigung des Verfahrens.

Um der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben, wurde der Prozess unterbrochen. Am Vormittag sollte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone in dem Verfahren als Zeuge auftreten. Der 81-Jährige soll Auskunft über die Umstände des Verkaufs der Anteile der BayernLB an der Rennserie an den Investor CVC geben.

Die Staatsanwaltschaft wirft Gribkowsky vor, beim Verkauf der Formel-1-Beteiligung der Bank 44 Millionen Dollar Schmiergeld von Ecclestone kassiert zu haben. Der beschuldigte Eccelstone erhielt für seine Zeugenaussage freies Geleit zugesichert.

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