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08.10.2014

17:42 Uhr

Frankfurter Buchmesse

„Mehr Geld und mehr Freiheit“

VonLaura Waßermann

Der Journalist Matthias Matting hat diverse E-Books geschrieben – nun lehrt er in einer Akademie, wie man selbst Bücher verlegen kann. Im Interview berichtet er, wo es Nachholbedarf gibt und welche Bücher Zukunft haben.

Elektronisch statt gedruckt: Wer seine Bücher selbst verlegen will, hat mit E-Books eine kostengünstige Möglichkeit. dpa

Elektronisch statt gedruckt: Wer seine Bücher selbst verlegen will, hat mit E-Books eine kostengünstige Möglichkeit.

Sie haben die Selfpublishing-Akademie gegründet. Warum?
Weil der Bedarf da ist. In unserer Studie zu Self-Publishing in Deutschland haben viele Autoren angegeben, dass sie gerne mehr Weiterbildungsmöglichkeiten hätten.

Worum geht es in den Weiterbildungen?
Das ist ganz unterschiedlich. Es geht vor allem darum, den Job als Autor und Verleger vereinen zu können. Wir bieten beispielsweise Kurse zum Erstellen eines Covers, zum Schreiben von Klappentexten oder zur E-Book-Produktion an.

Matthias Matting zeigt anderen, wie sie E-Books vermarkten können.

Matthias Matting zeigt anderen, wie sie E-Books vermarkten können.

Bei der Frankfurter Buchmesse Rolle spielt der Bereich Marketing eine wichtige Rolle. Bei Ihnen auch?
Das Erstellen von Klappentexten gehört auch schon zum Marketing, also ja. Hier gibt es sehr viel Bedarf von Seiten der Self-Publisher.

Wie ist die Nachfrage zu Ihren Kursen bisher?
Nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, aber wir wollen die Buchmesse abwarten.

Was sind für Sie die wesentlichen Vorteile des Self-Publishing?
Selber zu publizieren bedeutet mehr Geld und mehr Freiheit. Mittlerweile hat sich Self-Publishing so etabliert, dass manche Autoren ihre alten Bücher als E-Book herausgeben, wenn sie die Rechte vom Verlag zurückbekommen. Das geschieht meistens, wenn das Buch ein halbes Jahr nicht mehr erhältlich ist - ob im Online-Shop oder in der Buchhandlung.

Wird es in Zukunft den traditionellen Verlag noch geben?
Definitiv. Es wird immer Bücher geben, die in einem Verlag besser ausgehoben sind. Zum Beispiel ein Bildband. Der wirkt immer besser, wenn er im Print-Format mit großformatigen Fotos erscheint als im Internet. Ich denke, für die „schönen Sachen“ und die Menschen, die Bücher als Produkt lieben, wird sich ein E-Book auch in Zukunft nicht eignen.

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