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02.06.2014

15:46 Uhr

Französischer Großkonzern

Umweltskandal belastet Veolia

ExklusivIn der Affäre um illegale Müllentsorgung wird Veolia schwer belastet. Der Ex-Deutschlandchef wirft dem französischen Konzern vor, keinerlei Maßnahmen ergriffen zu haben, obwohl er frühzeitig von dem Umweltskandal wusste.

Mitarbeiter des Konzerns Veolia entsorgten hochgefährlichen Abfall in einer Grube in Sachsen-Anhalt. AFP

Mitarbeiter des Konzerns Veolia entsorgten hochgefährlichen Abfall in einer Grube in Sachsen-Anhalt.

DüsseldorfDer französische Großkonzern Veolia wird in der Affäre um illegale Müllentsorgung in Sachsen-Anhalt von seinem eigenen ehemaligen Deutschlandchef Thorsten Grenz schwer belastet. Nach einem Bericht der digitalen Tageszeitung Handelsblatt Live (Montagausgabe) informierte Grenz seine französischen Vorgesetzten schon im August 2012 darüber, dass ehemalige Mitarbeiter in einen riesigen Umwelt-Skandal verwickelt waren. 900.000 Tonnen hochgefährlichen Abfalls waren in eine Grube in Vehlitz (Sachsen-Anhalt) gekippt worden, in der sie niemals hätten landen dürfen. Aufgrund der austretenden Gase drohte Lebensgefahr.

Obwohl Grenz nach eigenen Angaben seine Vorgesetzten zum sofortigen Handeln aufforderte und dazu riet, Rückstellungen zu bilden und die Aktionäre zu informieren, unternahm Veolia keinerlei Maßnahmen zur Beseitigung des Problems. Grenz dagegen erhielt innerhalb einer Woche seine Kündigung. Der damalige Veolia-Personalchef Pascal Decary, den Grenz informiert haben will, kann sich nach eigener Auskunft nicht an Grenz‘ Warnung erinnern.

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Die Staatsanwaltschaft Stendal hat in dem Umwelt-Skandal gegen mehrere Beschuldigte Anklage erhoben, darunter die ehemaligen Veolia-Mitarbeiter. Laut Klageschrift kostet allein die Absicherung des Geländes und die unmittelbare Gefahrenabwehr mindestens 25 Millionen Euro. Der Konzern lehnt eine Beteiligung an den Kosten ab.

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Von

iw

Kommentare (1)

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02.06.2014, 18:10 Uhr

Auch Franz. managern setzen ihren Bonussen nicht aufs Spiel.

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