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09.09.2015

17:18 Uhr

Fraport

Hoffnung auf Entschädigung in Manila

Im Jahr 2004 enteignete der philippinische Staat einen neuen Flughafenterminals in Manila – die Investitionen der Fraport-Beteiligung Piatco waren verloren. Nun kann der Flughafenbetreiber doch noch auf Entschädigung hoffen.

Das verstaatlichte Terminal 3 des Flughafens Manila. Flughafenbetreiber Fraport hofft nach 11 Jahren auf eine Entschädigung für die Enteignung. ap

Gerichtsentscheid zugunsten von Fraport

Das verstaatlichte Terminal 3 des Flughafens Manila. Flughafenbetreiber Fraport hofft nach 11 Jahren auf eine Entschädigung für die Enteignung.

FrankfurtDer Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport kann nun doch auf eine Entschädigung im millionenschweren Rechtsstreit um das gescheiterte Terminal-Projekt in Manila hoffen. Der oberste Gerichtshof der Philippinen habe am Dienstag in Manila entschieden, dass die Regierung der Piatco-Projektgesellschaft eine Entschädigung von 510 Millionen Dollar (etwa 457 Millionen Euro) zahlen müsse, teilte die Fraport AG am Mittwoch in Frankfurt mit. Die Fraport ist direkt mit 30 Prozent an der Piatco beteiligt.

Dieser Betrag berücksichtige die 2006 durch die philippinische Regierung an die Projektgesellschaft geleistete Anzahlung von rund 59 Millionen Dollar sowie Zinsen für das Projekt Terminal 3 in Manila. Die Entscheidung sei noch nicht rechtskräftig.

Bei dem langwierigen Verfahren geht es um den Bau eines Flughafenterminals am internationalen Flughafen Manila. Das Projekt wurde 2004 vom philippinischen Staat enteignet, als das Gebäude nahezu fertiggestellt war.

An welchen Flughäfen Fraport beteiligt ist

Bulgarien

Airports Burgas und Varna: Fraport hält 60 Prozent an der deutsch-bulgarischen Gesellschaft Fraport Twin Star Airport Management. Die Verträge haben eine Laufzeit von 35 Jahren.

China

Xi'an Xianyang International Airport: Fraport hält 24,5 Prozent. Der Konzern ist der erste ausländische Flughafenbetreiber, der sich an einem nicht börsennotierten Flughafen in China engagiert.

Deutschland

Flughafen Hannover-Langenhagen: Fraport hält seit 2001 an dem Airport 30 Prozent der Anteile, die anderen 70 Prozent teilen sich die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen.

Griechenland

14 Regionalflughäfen: Es galt bereits als ausgemacht, dass Fraport den Betrieb von 14 Regionalflughäfen übernimmt. Die neue griechische Regierung stellte das Vorhaben zunächst infrage, im Dezember 2015 wurden dann aber die Verträge für das 1,23-Milliarden-Euro-Investment unterschrieben

Indien

Delhi International Airport: Fraport ist seit 2006 für 30 Jahre mit zehn Prozent an dem Betrieb des Flughafens in der indischen Hauptstadt beteiligt.

Peru

Aeropuerto Internacional Jorge Chávez, Lima: Fraport hält 70 Prozent der Anteile und ist langfristig im Rahmen eines Konzessionsvertrags engagiert.

Russland

Pulkovo Airport St. Petersburg: Fraport ist an dem Flughafenbetreiber Northern Capital Gateway beteiligt. Der Anteil beträgt 35,5 Prozent.

Senegal

Aéroport Blaise Diagne, Dakar, im Bau: Die Fraport-Beteiligung Daport betreibt den Flughafen nach Fertigstellung für 22 Jahre.

Slowenien

Aerodrom Ljubljana: Fraport hält 97,99 Prozent an dem Flughafen in Slowenien.

Türkei

Antalya Airport: Im Rahmen des Joint Ventures ICF Airports betreibt Fraport mit der türkischen IC Holding den Flughafen von Antalya. Fraport hält mit 51 Prozent die Mehrheit.

„Bis heute hat die philippinische Regierung die Piatco für ihre Investitionen nicht vollständig entschädigt“, erklärte Fraport: „Obwohl das Terminal inzwischen durch mehr als 13 Millionen Passagiere pro Jahr genutzt wird und entsprechende Erträge generiert.“

Von

dpa

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