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18.01.2010

10:45 Uhr

Fred Goodwin

Gefeuerter Chef der RBS findet neuen Job

VonMichael Maisch

Fred Goodwin, der im vergangenen Jahr mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagte Chef der Royal Bank of Scotland, hat einen neuen Arbeitgeber gefunden. Künftig wird er als Berater für das Architektenbüro RMJM tätig sein.

Fred Goodwin: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der RBS galt vielen als Prototyp des gierigen Bankers. Quelle: dpa

Fred Goodwin: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der RBS galt vielen als Prototyp des gierigen Bankers.

LONDON. Die alte Boxerweisheit „Sie kommen niemals zurück“ scheint für geschasste Banker nicht zu gelten. Jetzt hat auch Fred Goodwin, ehemaliger Chef der Royal Bank of Scotland, einen neuen Arbeitgeber gefunden. Nach übereinstimmenden britischen Medienberichten wechselt Goodwin als Berater zum bekannten schottischen Architekturbüro RMJM, das unter anderem für den futuristischen Bau des Parlaments in Edinburgh verantwortlich zeichnet. Goodwin ist ein enger persönlicher Freund des RMJM-Nordamerika-Chefs Fraser Morrison. Der gefeuerte Banker soll die Internationalisierungsstrategie des Architekturbüros vorantreiben.

Goodwin wurde in Großbritannien zum Prototyp des gierigen Bankers. Kurz vor Ausbruch der Finanzkrise hatte er die 72 Mrd. Euro teure feindliche Übernahme der niederländischen Großbank ABN Amro eingefädelt. Mit dem Zukauf hatte sich die RBS allerdings übernommen und musste vom britischen Staat mit Milliardenhilfen gerettet werden. Als Goodwin nach monatelangem Tauziehen seinen Job schließlich aufgab, sorgte sein 16,6 Mio. Pfund schweres Abfindungspaket für einen Aufschrei der Empörung. Erneut dauerte es Wochen, bis der 50-Jährige bereit war, auf knapp die Hälfte des ihm zustehenden Geldes zu verzichten.

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