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17.12.2015

14:07 Uhr

Freshfields Bruckhaus Deringer

Großkanzlei gibt Standort Köln auf

VonMartin Tofern

Freshfields Bruckhaus Deringer will ihr Büro in Köln aufgeben und es mit der Niederlassung in Düsseldorf fusionieren. Die internationale Anwaltskanzlei ist nicht die erste, die die Domstadt verlässt.

Die Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer verlässt die Domstadt. dpa

Abschied aus Köln

Die Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer verlässt die Domstadt.

DüsseldorfDie Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer will in den kommenden Jahren die Stadt Köln verlassen. Sie will künftig ihre Kräfte an den Wirtschaftszentren in Düsseldorf und Frankfurt bündeln. Das dann neu ausgerichtete Rheinland-Büro soll Beratung bei Transaktionen, Global Investigations und regulatorischen Fragen in enger Verzahnung mit dem Frankfurter Büro anbieten.

Diese Entscheidung hat die Kanzlei ihren Mitarbeitern gestern mitgeteilt. Nach einem Bericht des Fachportals „Juve“ dürfte das für wenige Mitarbeiter eine Überraschung gewesen sein, denn Partner beider Teams sollen schon seit Wochen verhandelt haben.

„Dieser Schritt geht weit über die Zusammenlegung zweier Büros hinaus. Wir erhöhen die Schlagkraft unserer herausragenden Teams in Deutschlands Industrie- und Finanzzentren“, erklärt Stephan Eilers, künftiger Co-Managing Partner von Freshfields. Das Rheinland-Büro soll künftig von dem IP-Prozessrechtler Matthias Koch geleitet werden. Das neue Büro wird durch die Corporate Partner Andreas Fabritius und Rick van Aerssen verstärkt.

Die enge Verzahnung mit dem Frankfurter Team sei für die Region einzigartig, erklärt Freshfields dazu. Die angekündigten Übernahmen von Wincor Nixdorf durch Diebold und von der Deutsche Wohnen durch Vonovia wurden bereits von Teams aus dem Rheinland und aus Frankfurt begleitet.  

Die größten Wirtschaftskanzleien Deutschlands

Platz 10

Taylor Wessing

Umsatz 2014/15: 121,5 Millionen Euro (+ 2,0 Prozent)

Quelle: Juve Rechtsmarkt, Ausgabe 10/15

Platz 9

Allen & Overy

Umsatz 2014/15: 135,2 Millionen Euro (+9,0 Prozent)

Platz 8

Hogan Lovells

Umsatz 2014/15: 141,0 Millionen Euro (-7,1 Prozent)

Platz 7

Gleiss Lutz

Umsatz 2014/15: 172,0 Millionen Euro (+3,6 Prozent)

Platz 6

Noerr

Umsatz 2014/15: 177,9 Millionen Euro (+9,0 Prozent)

Platz 5

Linklaters

Umsatz 2014/15: 184,6 Millionen Euro (+3,7 Prozent)

Platz 4

Clifford Chance

Umsatz 2014/15: 188,0 Millionen Euro (-4,1 Prozent)

Platz 3

Hengeler Müller

Umsatz 2014/15: 205,1 Millionen Euro (-3,3 Prozent)

Platz 2

CMS Hasch Sigle

Umsatz 2014/15: 265,0 Millionen Euro (+5,6 Prozent)

Platz 1

Freshfields Bruckhaus Deringer

Umsatz 2014/15: 355,0 Millionen Euro (keine Veränderung)

Vor Freshfields hatten sich bereits andere prominente Kanzleien vom Kölner Markt abgewendet, namentlich Mayer Brown, Beiten Burkhardt und Linklaters. Hauptgrund: Die Kanzleien setzen in Düsseldorf auf die Nähe zu großen Konzernen wie Evonik, Thyssen-Krupp, Eon oder RWE, in der Hoffnung auf gute Geschäfte. An den Freshfields-Standorten Köln und Düsseldorf arbeiten jeweils etwa 75 Anwälte, in ganz Deutschland etwa 500 Anwälte. Nach einem Bericht der Zeitschrift „Juve“ will Freshfields die Zahl seiner Anwälte verringern. Das wollte Freshfields gegenüber dem Handelsblatt allerdings nicht bestätigen.  

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