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22.01.2009

15:56 Uhr

Führungswechsel

Der neue Königsmacher von Ray & Berndtson

VonKatrin Terpitz

Peter Herrendorf rückt an die Spitze der Personalberater Ray & Berndtson in Deutschland. Ein ziemlicher Kulturwechsel, wie Kenner der Branche behaupten. Sein Führungsstil orientiert sich an preußischen Tugenden.

Peter Herrendorf, neuer Kopf bei der Personalberatung Ray & Berndtson Deutschland. Pressebild

Peter Herrendorf, neuer Kopf bei der Personalberatung Ray & Berndtson Deutschland.

DÜSSELDORF. "Üb immer Treu und Redlichkeit - das Glockenspiel der Potsdamer Garnisonskirche intoniert ziemlich genau das Leitmotiv in meinem Leben", erzählt Peter Herrendorf, 42. Der langjährige Bundeswehroffizier mit Gardemaß ist seit Januar das neue Gesicht der Personalberatung Ray & Berndtson Deutschland. Die Headhunter, Königsmacher genannt, sind hierzulande die Nummer zwei hinter Egon Zehnder International. Überhaupt prägen preußische Tugenden den Stil des neuen Führungstrios, zu dem noch Franz-Josef Nuß, 50, und Klaus Hansen, 43, gehören, der ebenfalls als Offizier Karriere machte.

Herrendorfs Vorgänger Kajus Rottok, 57, trat nach 14 erfolgreichen Jahren an der Spitze in die zweite Reihe und widmet sich wieder ganz seiner Arbeit, Posten in Vorständen, Aufsichtsräten und Geschäftsführungen zu besetzen.

Der Wachwechsel bedeutet für Branchenkenner eine Abkehr vom eher amerikanischen Personalberaterstil, den Rottok repräsentierte. "Ein ziemlicher Kulturwechsel", kommentiert eine Ex-Beraterin von Ray. Sie mutmaßt, dass mancher eher amerikanisch geprägte Partner das Unternehmen verlassen wird.

Herrendorf aber betont, "dass unsere Projekte immer internationaler werden". Er will die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vertiefen - und hat vor allem Europa im Blick, wo Ray & Berndtson bereits drei Viertel des Geschäfts erzielt.

Herrendorf, der in seiner norddeutschen Art wie ein jüngerer Bruder von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wirkt, hat eine steile Karriere hingelegt. Zwölf Jahre arbeitet er bei der Bundeswehr, wo er BWL studiert und sich um die Pressearbeit auf dem Balkan kümmert.

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