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13.04.2012

15:49 Uhr

Führungswechsel

Finanzchef verlässt Media Markt und Saturn

Die Dachgesellschaft der Elektromärkte Media Markt und Saturn muss sich einen neuen Finanzchef suchen. Rolf Hagemann verlässt das Unternehmen, das dem Metro-Konzern gehört. Ein Nachfolger wird noch gesucht.

Media Markt-Zentrale (Archivbild). dpa

Media Markt-Zentrale (Archivbild).

DüsseldorfEuropas größtem Elektronikhändler Media-Saturn steht ein Wechsel in der Geschäftsführung ins Haus. Finanzchef Rolf Hagemann, der auch stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Metro-Tochter ist, verlasse Media-Saturn auf eigenen Wunsch zum Ende des Monats, teilte das Unternehmen am Freitag in Ingolstadt mit. Hagemann scheide in „freundschaftlichem Einvernehmen“ aus und wolle sich „neuen beruflichen Herausforderungen stellen“.

Die Media-Saturn-Gesellschafter müssen sich nun rasch auf einen Nachfolger verständigen - die Stelle solle „kurzfristig nachbesetzt“ werden, hieß es weiter. Zwischen den Gesellschaftern von Media-Saturn war es in der Vergangenheit immer wieder zu Streitigkeiten gekommen. Mehrheitseigner Metro will bei der Ingolstädter Tochter das Sagen haben und versucht, die umfassenden Mitspracherechte der Alteigner zu beschneiden. Vor dem Landgericht Ingolstadt hatte der Konzern im Rechtsstreit mit den Miteignern Erich Kellerhals und Leopold Stiefel aber eine Schlappe erlitten.

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Der Konflikt um die Vetorechte der Alteigner soll nun voraussichtlich am 21. Juni vor dem Oberlandesgericht München verhandelt werden. Die über Jahre erfolgsverwöhnte Kette kämpfte zudem 2011 mit sinkenden Umsätzen und stagnierenden Gewinnen. Der 1962 geborene Hagemann war 2006 als Finanzchef zu Media-Saturn gekommen, zuvor arbeitete er für den Autobauer BMW. Anfang 2011 wurde er auch stellvertretender Vorsitzender der Media-Saturn-Holding. In seine Amtszeit fielen unter anderem der Einstieg des Konzerns in den Internet-Handel - sowohl Media Markt als auch Saturn verfügen nun über eigene Online-Shops, Media-Saturn hat zudem den Online-Händler Redcoon übernommen - sowie der Markteintritt der Elektronikkette in China.

Von

rtr

Kommentare (1)

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KlarDoch

19.04.2012, 12:35 Uhr

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
Man hat sich einfach zu lange auf dem stetigen Erfolg ausgeruht bzw. gemeint es ginge mit dem Wachstum immer so weiter. Jetzt bläst der Wind von vorne und es wird sich zeigen wie gut die Qualität der Führung ist. Aus eigenen Erkenntnisen möchte viele der Führungskräfte nicht als Kapitän haben. Ein Stiefel/Kellerhals ist nicht einfach ersetzbar.

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