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14.01.2011

17:05 Uhr

Gabriel Bernardino

Mathematiker kontrolliert die EU-Versicherer

VonThomas Schmitt

Der Portugiese Gabriel Bernardino wird Europas oberster Aufseher für den Versicherungssektor. Der 46-Jährige wurde für die kommenden fünf Jahren an die Spitze der neuen europäischen Aufsichtsbehörde EIOPA gewählt. Als studierter Mathematiker ist Bernardino bestens für die Aufgabe geeignet.

Gabriel Bernardino: Der Portugiese führt künftig die europäische Versicherungsaufsicht. Pressebild

Gabriel Bernardino: Der Portugiese führt künftig die europäische Versicherungsaufsicht.

FRANKFURT. Die neue europäische Aufsichtsbehörde für den Versicherungssektor EIOPA wird in den kommenden fünf Jahren von einem Portugiesen geführt. Gabriel Bernardino ist zum ersten Präsidenten gewählt worden, teilte die in Frankfurt sitzende Behörde mit.

Der 46 Jahre alte studierte Mathematiker war bereits von Oktober 2009 bis Dezember 2010 in Frankfurt Chef der Vorgängerorganisation CEIOPS. Er hat in den vergangenen 20 Jahren umfangreiche Erfahrungen in verschiedenen Funktionen als Aufseher gesammelt.

Aufgrund seiner mathematischen und statistischen Ausbildung ist er bestens geeignet, die noch offenen Probleme in der Umsetzung des geplanten EU-Regelwerks Solvency II zu lösen. Die neuen Kapitalregeln sollen ab 2013 für Versicherer in Europa gelten und sind sehr umstritten.

EIOPA hat als unabhängige EU-Behörde erst Anfang des Jahres die Arbeit aufgenommen. In den Führungsgremien werden wahrscheinlich keine deutschen Aufseher vertreten sein. Geführt wird EIOPA von einem achtköpfigen Vorstand, in dem neben dem Präsidenten Aufseher aus Dänemark, Großbritannien, Irland, Italien, Österreich und Polen gewählt wurden. Dazu kommt ein Vertreter der EU-Kommission.

Das Tagesgeschäft von EIOPA wird ein Exekutivdirektor leiten, dafür ist der amtierende EIOPA-Generalsekretär im Gespräch, der Spanier Carlos Montalvo Rebuelta.

Die neue europäische Wertpapieraufsicht ESMA in Paris wird künftig ein Niederländer führen. Steven Maijoor wurde für den Präsidentenposten benannt. Er muss genauso wie die neuen Präsidenten von EIOPA und der Bankenaufsicht EBA in London noch vom europäischen Parlament bestätigt werden.

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