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14.04.2013

15:02 Uhr

Gaspipeline

RWE verkauft Nabucco-Anteil

Der Energiekonzern RWE hat eine Sorge weniger: Das Unternehmen hat seinen Anteil am Gaspipeline-Projekt Nabucco an den österreichischen Wettbewerber OMV verkauft. Zuletzt hatte es Problem mit dem Bau gegeben.

Gasleitung in Russland: Mit dem Gaspipeline-Projekt Nabucco will die Europäische Union die Abhängigkeit Europas von russischem Pipeline-Gas verringern. dpa

Gasleitung in Russland: Mit dem Gaspipeline-Projekt Nabucco will die Europäische Union die Abhängigkeit Europas von russischem Pipeline-Gas verringern.

WienDer Essener Energiekonzern RWE hat seine Beteiligung in Höhe von 17 Prozent an der europäischen Gaspipeline Nabucco an den österreichischen Konzern OMV verkauft. Das bestätigte das österreichische Energieunternehmen am Sonntag, ohne jedoch Angaben zur Summe zu machen. RWE erwog bereits seit längerem, aus dem Projekt auszusteigen, das im Zeitplan deutlich im Verzug ist. Im Dezember hatten RWE und OMV erklärt, es liefen Gespräche über einen Verkauf der RWE-Anteile.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

OMV-Chef Gerhard Roiss sagte im Februar, sein Unternehmen wolle die Anteile von RWE übernehmen. Mit der Nabucco-Pipeline will die Europäische Union den Zugang zu neuen Gasreserven in Zentralasien erschließen und die Abhängigkeit Europas von russischem Pipeline-Gas verringern. Das Gas für Nabucco soll vor allem aus einem Feld in Aserbaidschan kommen. An dem Projekt sind nun neben Österreich noch die Länder Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Türkei beteiligt.

Allerdings wurden im vergangenen Jahr Probleme mit dem Großprojekt bekannt. Ursprünglich sollte Nabucco von der Ostgrenze der Türkei aus Gas bis nach Bulgarien bringen und von dort weiter über den Balkan bis zum Verteilerpunkt Baumgarten nahe Wien. Im Gespräch ist mittlerweile aber eine kürzere Variante der Pipeline, genannt Nabucco West. Diese führt lediglich von der bulgarisch-türkischen Grenze bis nach Baumgarten.

Außerdem hält Russland den Druck aufrecht: Im Dezember gab Präsident Wladimir Putin den Startschuss für den Bau der Gaspipeline South Stream nach Europa. South Stream steht in Konkurrenz zu Nabucco und soll unter Umgehung der Ukraine Gas nach Bulgarien und von dort in zwei Leitungen bis nach Österreich und Italien bringen.

Von

afp

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