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22.01.2015

13:43 Uhr

Gazprom

Gasmonopolist erhält Kredit von Großbank

Westliche Strafmaßnahmen gegen Russland sind zuletzt auch an Gazprom nicht spurlos vorübergegangen. Jetzt erhält der Gasmonopolist einen Kredit vom italienischen Geldinstitut Intesa Sanpaolo.

Gazprom leiht sich Geld bei der italienischen Großbank Intesa Sanpaolo. dpa - picture-alliance

Gazprom leiht sich Geld bei der italienischen Großbank Intesa Sanpaolo.

MoskauDer durch die russische Wirtschaftskrise unter Druck geratene staatliche Gasmonopolist Gazprom erhält einen Kredit über 350 Millionen Euro vom italienischen Geldinstitut Intesa Sanpaolo. Wie Gazprom am Donnerstag in Moskau mitteilte, wurde ein entsprechender Vertrag am Mittwoch in Mailand unterzeichnet. Zu Laufzeit und Zinsen machte der Konzern keine Angaben.

Westliche Strafmaßnahmen gegen Russland wegen des Ukraine-Konflikts haben die Wirtschaftskrise im Riesenreich verschärft. Zwar steht Gazprom nicht auf der Sanktionsliste der EU, doch ist beispielsweise die Öl-Tochter Gazprom Neft betroffen. Im vergangenen Dezember hatte Gazprom bereits einen Kredit von der italienischen Unicredit Bank über 390 Millionen Euro erhalten.

Woher bekommt Deutschland sein Erdgas?

Deutsches Erdgas-Aufkommen

Das gesamte deutsche Erdgas-Aufkommen (Importe, inländische Gewinnung und Speichermenge) entsprach in den ersten drei Monaten dieses Jahres einem Energiegehalt von rund 1,179 Millionen Terajoule (TJ). Das waren etwa 17,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

(alle Infos: Stand März 2014)

Importe

Mehr als vier Fünftel dieser Menge stammte aus Importen (rund 979.000 TJ) – 2,9 Prozent mehr als zwischen Januar und März 2013.

Wichtigste Lieferländer

Von diesen Einfuhren entfielen knapp 373.000 TJ auf Russland als mit Abstand wichtigstes Lieferland. Auf Rang zwei lag Norwegen (gerundet 291.000 TJ), gefolgt von den Niederlanden (etwa 267.000 TJ). Während die Importe aus Russland zuletzt um 11,7 Prozent und diejenigen aus Norwegen um 13,7 Prozent zulegten, sanken die Importe aus den Niederlanden um 12,6 Prozent. Alle sonstigen Bezugsländer kamen auf eine Restmenge von lediglich 48.800 TJ (-13,2 Prozent).

Inländische Förderung

Die inländische Erdgasförderung der Bundesrepublik erreichte von Januar bis März 2014 ein Energie-Äquivalent von rund 84.400 TJ – 8 Prozent unter dem Niveau der ersten drei Monate des vorigen Jahres.

Gasspeicher

Angesichts des milden Wetters im zurückliegenden Winter 2013/2014 waren die deutschen Gasspeicher von Januar bis März noch mit einer Kapazität von knapp 116.000 TJ gefüllt.

Exporte

Deutschland exportierte außerdem Erdgas mit einem Energiegehalt von rund 205.000 TJ ins Ausland – ein Fünftel weniger als vor einem Jahr.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Vittorio Queri

22.01.2015, 14:23 Uhr

>> Jetzt erhält der Gasmonopolist einen Kredit vom italienischen Geldinstitut Intesa Sanpaolo. >>

Da wird die GASPROM wohl gute Zinssätze bezahlen. Meistens sind solche Kredite auch Lieferbedingt. Da werden einige italienische Firmen auch mit Lieferungen nach Russland ( Technik ) rechnen dürfen.

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